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Der passt schon auf: Jack Russel Terrier "Chef" © Sebastian Gollnow/dpa

Polizei

Keine erhöhten Sicherheitsmaßnahmen beim Schützenfest

Die Angst vor Terroranschlägen hält leider immer mehr Einzug. Auch in Europa und Deutschland. In Hannover will man sich davon allerdings nicht zu sehr verunsichern lassen. Trotz Schützen- und Maschseefest.

Hannover. Wenn Zehntausende Menschen auf Volksfesten eng beisammen sind, ist das auch immer ein Thema für Polizei und Ordnungskräfte. Wegen der Übergriffe in der Silvesternacht in Köln und der zunehmenden Terrorgefahr stehen die Sicherheitskonzepte für die Sommer-Volksfeste in Niedersachsen besonders auf dem Prüfstand. Doch das hat überwiegend nicht dazu geführt, dass in diesem Jahr deutlich mehr Polizisten im Einsatz oder die Kosten gestiegen sind, wie eine dpa-Umfrage ergab. Beim Oktoberfest in München dagegen werden 2,2 Millionen Euro mehr für die Sicherheit veranschlagt.

SCHÜTZENFEST HANNOVER (1. bis 10. Juli): Das Thema Sicherheit spielt nach Angaben von Stadt und Polizei keine größere Rolle als sonst. Die Kosten bewegen sich demnach im Rahmen der vergangenen Jahre. Das gilt auch für die Einsatzstärke. "Die Polizei Hannover ist wie in den letzten Jahren auf dem Schützenfest vertreten. Es gibt kein besonderes Sicherheitskonzept", sagte Sprecher Mirco Nowak. Konkrete Zahlen zur Einsatzstärke der Polizei nannte er nicht. Er verwies darauf, dass die Kriminalität auf dem Schützenfest zuletzt gesunken sei. An den zehn Festagen im Vorjahr seien zehn Diebstähle zur Anzeige gebracht worden, 2014 seien es dreimal so viele gewesen. Auch Körperverletzungen seien seltener angezeigt worden - 7 im Vorjahr nach 28 im Jahr 2014. Eine Million Besucher werden erwartet.

MASCHSEEFEST HANNOVER (27. Juli bis 14. August): Beim Maschseefest fallen die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen etwa doppelt so hoch aus wie 2015. Gründe seien Vorgaben des Gesetzgebers und Konsequenzen aus den Silvesterübergriffen in Köln, sagte Veranstalter Hans Christian Nolte. So werden in den kommenden Wochen Schulungen für Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste und der Gastronomie angeboten, damit sie bei Übergriffen auf Frauen schnell reagieren können. Darüber hinaus seien in diesem Jahr mehr private Wachmänner im Einsatz. Vorfälle wie in Köln habe es in kleinerer Größenordnung schon beim Maschseefest 2015 gegeben, sagte der Geschäftsführer der Hannover Veranstaltungs GmbH. "Damit muss man ehrlich umgehen." Seit der Katastrophe bei der Loveparade 2010 in Duisburg sei das Sicherheitskonzept permanent verbessert worden. So könne seit dem Vorjahr bei zu viel Andrang das viel besuchte Maschsee-Nordufer geschlossen werden. An den 19 Festtagen des Vorjahres waren rund um den Maschsee mehr als 2,1 Millionen Besucher gezählt worden.

dpa/lni


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