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Ausmarsch

Hannovers Schützen trotzen der Hitze

Weißes Kurzarmhemd statt grüner Jacke: Beim Schützenausmarsch in Hannover verzichteten am Sonntag zahlreiche Schützen auf das traditionelle, aber schwere Sakko. Nicht ohne Genehmigung von Schützenpräsident Paul-Eric Stolle, der schon am Freitag die "Marscherleichterung" ausgesprochen hatte.

Hannover. Statt schwerer Jacketts seien auch leichte Hemden in Ordnung. Ministerpräsident und Ex-Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) fiel daher bei rund 30 Grad mit weißem Kurzarmhemd nicht weiter auf, wohl aber durch einen sommerlichen Strohhut. Der Ausmarsch ist mit rund 10 000 Teilnehmern, darunter 5000 Schützen, 100 Musikkapellen aus dem In- und Ausland sowie mehr als 50 Festwagen der Höhepunkt des nach Veranstalterangaben weltgrößten Schützenfestes.

Am ersten Festwochenende wurden insgesamt 500 000 Besucher auf dem Festplatz erwartet. Pünktlich um 10 Uhr machten sich die Schützen am Sonntag auf den Weg. "Wir feiern das 486. Schützenfest, auf diese Tradition sind wir stolz", sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok. Mehr als 200 000 Zuschauer jubelten den Schützen entlang der rund vier Kilometer langen Strecke zu. Dass rund 100 000 Menschen weniger als im Vorjahr gezählt wurden, führten die Veranstalter auf die Temperaturen zurück. Wegen der Hitze hatte die Feuerwehr vier Wasserausgabestellen eingerichtet.

Das Deutsche Rote Kreuz war mit einem Team von 70 Sanitätern vor Ort. Die Teilnehmer und Besucher hätten sich gut auf die Hitze eingestellt, es habe nur wenige Einsätze gegeben, hieß es. Das Schützenfest hatte am Freitagabend mit der Verpflichtung der vier Bruchmeister - sie sollen während des Festes für Recht und Ordnung sorgen - und dem Fassbieranstich im Hauptfestzelt begonnen.

 dpa


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