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Würden Obama gern zuwinken: Sabrina Cottingham (von links), Nicole Hage, Mirco Papsdorf und Susanne Kniest sind USA-Fans. Foto: wilde

Obama-Besuch

Obama kommt: Wir wollen winken – aber wo?

Da wird die halbe Stadt zur Festung und all die Bewohner, die USA-Fans sowie die deutschen Obama-Freunde sollen den hohen Besuch, der die ganze Abriegelung verursacht, gar nicht zu Gesicht bekommen. „Wir wollen am 24. und 25. April trotzdem winken“, sagten uns gleich mehrere Leser. Sie appellieren an die Bundesregierung, den Secret Service und an Barack Obama persönlich. Eine Frage steht für sie im Mittelpunkt: Warum gibt es noch keinen Ort in Hannover, an dem der Normalbürger das amerikanische Staatsoberhaupt live sehen und erleben kann?

Hannover. „Das ist seine letzte große Deutschlandreise als US-Präsident, da muss er doch nochmal eine riesige Party feiern“, erklärt Mirco Papsdorf (37) aus Oberricklingen. Er würde dem Präsidenten gerne mal die Hand schütteln, weiß aber, dass das eher unrealistisch ist: „Die Sicherheitsvorkehrungen sind richtig, Obama ist ja wirklich gefährdet.“ Der 37-Jährige arbeitet für ein hannoversches Reiseunternehmen, auch seine Kolleginnen sind große USA-Fans.

Sabrina Cottingham (32) aus Langenhagen sitzt im Büro neben Papsdorf. Sie sagt: „Ich habe einen Amerikaner geheiratet – mein Mann Nathan hat Obama sogar gewählt, wir würden ihn gerne zusammen hier begrüßen.“

Da wäre auch Nicole Hage (42) aus der List mit dabei: „Barack Obama ist ein toller Mann. Seine Frau Michelle hat da wirklich Glück gehabt“, sagt die 42-Jährige und lacht. Hage fährt schon seit einer ganzen Weile eine Miniaturausgabe des US-Präsidenten in Surferklamotten im Auto spazieren: „Auch auf meinem Armaturenbrett macht er eine gute Figur.“

Was Susanne Kniest (39) aus Isernhagen den ersten schwarzen Präsidenten der USA bei einem Aufeinandertreffen fragen würde? „Wie seine Pläne nach der Amtszeit aussehen, wüsste ich gerne. Geht er zurück in seine Heimat Hawaii?“ Spontan fällt ihr auch ein, was sich Obama in Hannover auf jeden Fall angucken sollte: „Das Rathaus, das ist so richtig schön unamerikanisch“.

Dirk Heubach (47) aus Bemerode verkauft amerikanische Autos in Hemmingen. Auch er ist enttäuscht, dass aus dem Besuch ein so geheimer Auftritt zu werden droht: „Klar würde ich ihm hallo sagen wollen, klar würde ich am Straßenrand stehen und winken“, so der 47-Jährige. Er habe viele Freunde in den USA, die er regelmäßig besuche: „Für uns ist auch wichtig, wer nach Obama kommt.“ Das spiele auch wirtschaftlich eine Rolle: „Obama hat seine Sache gut gemacht.“ Sollte Heubach dem US-Präsidenten in Hannover tatsächlich begegnen würde er aber auch ein ernstes Wörtchen mit ihm reden: „Wenn wirklich die Reisebedingung für uns Deutsche in die USA wieder verschärft werden, das wäre eine Katastrophe.“ Das würde der Mann aus Bemerode dem Mann aus Amerika auch „ganz sicher“ nach dem Winken sagen.

Tobias Welz


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