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Stadtschule Wunstorf

Rolf-Axel Eberhardt - unser Bürgermeister von Wunstorf

Daniel, Finn und Justus,Klasse 4c, Stadtschule Wunstorf

Wie finden Sie Ihren Beruf und macht er Ihnen Spaß?

Ich finde meinen Beruf sehr schön, der macht mir viel Spaß.

Aber ich hab auch viel Arbeit.

Was genau machen Sie bei Ihrer Arbeit?

Ich habe zwei Funktionen: Ich leite ein großes Rathaus mit 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 70 Millionen Euro im Jahr an Geldeinnahmen und da werden viele Entscheidungen getroffen. Und gleichzeitig repräsentiere ich die Stadt nach außen. Da war schon mal der Dalai Lama bei uns, der zukünftige Bundespräsident oder der Ministerpräsident. Dann muss ich sie begrüßen und mit ihnen reden. Oder gestern, was ganz traurig war, da musste ich zu einer Beerdigung. Da ist ein verdienter Ratsherr mit 87 Jahren gestorben, der 28 Jahre im Rat war und den ich auch gut kannte. Und das bedeutet auch, dass man die Stadt nach außen hin repräsentiert. Also ich habe zwei Funktionen: Ordentlich arbeiten am Schreibtisch und die Stadt repräsentieren. Das ist meine Aufgabe. Und ich muss immer in einer Ratssitzung dabei sein und Rede und Antwort stehen, wenn die Ratsmitglieder kritisch fragen.

Wie oft wurden Sie in Ihr Amt gewählt?

Dreimal bin ich in mein Amt als Bürgermeister gewählt worden.

Kann man in Ihrem Beruf viel Geld verdienen?

Nicht so viel, wie bei VW. Aber man ist ganz zufrieden.

Welche Ausbildung war nötig für Ihren Beruf?

Das Gesetz sieht vor, dass du gar keine Ausbildung benötigst. Ich selbst bin Jurist und war sehr lange Zeit im Innenministerium in Hannover beschäftigt und habe eine Verwaltungsausbildung als Verwaltungsjurist. Es ist wichtig für diesen Beruf, dass man eine Verwaltungsausbildung hat, dass man Akten lesen kann und weiß, wie eine Verwaltung funktioniert, aber das Gesetz sieht nicht vor, dass man ein Studium benötigt. Jeder, der über 23 Jahre alt ist, kann Bürgermeister werden.

Was finden Sie an Wunstorf schön?

Die Fußgängerzone, die Sigwardskirche in Idensen, das Steinhuder Meer und den Fliegerhorst Wunstorf

Wann tragen Sie die Bürgermeisterkette und wie schwer ist sie?

Probiert mal selbst, wie schwer die Kette ist. Ich hab‘ sie nämlich mitgebracht. Die könnt ihr euch auch mal umlegen. Die trage ich bei ganz offiziellen Anlässen, wenn zum Beispiel der Ministerpräsident kommt oder wenn sich jemand ins Goldene Buch einträgt. Bei Schützenfesten trage ich sie und bei offiziellen Anlässen. Auch trage ich sie, wenn der Rat zum ersten Mal zusammenkommt. Da besuchen wir immer einen Gottesdienst. Auch dann trage ich die Bürgermeisterkette. Oder wenn unsere französischen Freunde aus Flers zu Besuch kommen, dann trage ich bei der Begrüßung die Bürgermeisterkette. Also zu offiziellen Anlässen trage ich die Kette.

Was machen Sie gerne als Bürgermeister?

Das ist eine schwierige Frage, weil ich mir das gar nicht aussuchen kann. Ich gehe jeden Morgen gerne ins Rathaus. Ich bin jeden Morgen fröhlich und freue mich, dass ich mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern reden kann. Ich rede auch gerne mit Bürgerinnen und Bürgern. Und was ich auch ganz gerne mache: Ich bin gerne in Schulen und schaue mir mal das eine oder andere an, was da so passiert. Und ich freue mich immer, wenn ich Menschen helfen kann.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Jeden Morgen jogge ich, so gegen 6.00 Uhr morgens, eine halbe Stunde durch Gut Düendorf. Ich lese auch gerne die Tageszeitung und eine Wochenzeitung, den Spiegel. Ich lese auch gerne zeitgeschichtliche Bücher, denn ich interessiere mich sehr für Geschichte. Ich sammele Briefmarken und ich spiele leidenschaftlich gern Doppelkopf.

Erledigen Sie Ihre Arbeit viel im Büro oder sind Sie viel unterwegs?

Beides. Ich arbeite sehr viel im Büro auch am Sonntag. Aber es gibt auch viele Termine, wo ich auch woanders sein muss. Also ich würde sagen 50 zu 50, 50 Prozent Büroarbeit und 50 Prozent Außentermine.

Welche Entscheidungen sind für Sie schwierig zu treffen?     

Es ist immer schwierig, wenn du Leute gut kennst und ihnen mitteilen musst, dass wir ihnen das, was sie sich wünschen, nicht erfüllen können. Das ist immer eine ganz schwierige Situation für mich. Aber, ich habe ja einen Amtseid geleistet, ich muss nach Recht und Gesetz handeln und dann muss ich ihnen leider sagen, deinen Wunsch kann ich nicht erfüllen. Aber das zu erzählen, das ist manchmal ausgesprochen schwierig. Manchmal sind die dann sauer auf einen und böse und enttäuscht und das ist dann manchmal eine nicht so schöne Situation.

Fällt Ihnen noch etwas ein, was wir in unseren Zeitungsbericht schreiben können?

Was noch sehr wichtig ist, ist die Arbeit mit dem Rat unserer Stadt, der ja auch sechs, sieben Mal im Jahr zusammentritt. Es gibt einen großen Rat und es gibt einen kleinen Rat. Der kleine Rat nennt sich Verwaltungsausschuss. Den leite ich und der tritt alle 14 Tage zusammen und der entscheidet mit über die Geschicke der Stadt. Und die Zusammenarbeit ist für mich ganz wichtig. Ich habe keine politische Mehrheit in der Stadt. Ich kann nicht sagen, „Das wird so gemacht!“, sondern ich muss immer dafür werben, dass die Ratsmitglieder – und die nennt man Beigeordnete im Verwaltungsausschuss – dass ich die überzeuge, dass die das dann auch akzeptieren oder verstehen, was ich vorschlage. Und das ist nicht immer einfach, weil die natürlich auch ihren eigenen Kopf und auch andere Ideen haben. Und da muss man immer Kompromisse suchen. Und das ist glaube ich das Allerwichtigste: als Bürgermeister die Gabe zu haben, Kompromisse zu finden und dass große Mehrheiten entstehen, zum Beispiel wenn der Haushalt verabschiedet wird, und dass der Rat der Stadt Wunstorf mitzieht. Das klappt hier eigentlich ganz gut. Ich bin ganz stolz, dass wir einen ganz tollen Rat in unserer Stadt haben, mit dem wir gut zusammenarbeiten.

Daniel, Finn und Justus


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