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Besonders gefährlich: Social Networks wie Facebook. Einträge bleiben oft jahrelang erhalten.© dpa

Computer

Sicherheitsexperten mahnen zu mehr Vorsicht im Internet

Die Gefahr von Online-Kriminalität wächst rapide an. Mit Aufklärung und der Aufforderung zu mehr Vorsicht im Netz wollen Experten für IT-Sicherheit den zunehmenden Attacken begegnen.

„Die Sicherheit von Informationen ist längst nicht mehr allein Sache von Firewalls und Anti-Virensoftware“, sagte Symantec-Manager Ilias Chantzos am Dienstag auf der CeBIT in Hannover.

Gerade mit der Verbreitung von Online-Netzwerken müsse der Nutzer sich bewusst sein, sei es für den Nutzer immer wichtiger zu realisieren, welches Profil er im Netz hinterlässt und welche Informationen er preisgibt. Das gelte sowohl für den privaten Nutzer als auch für Unternehmen. Online-Kriminalität ist vor allem auch deshalb so weit verbreitet, weil Betrug im Netz so einfach, meist anonym und ohne großen Aufwand zu realisieren ist, sagt Eugene Kaspersky, Chef des russischen Antiviren-Herstellers Kaspersky Lab.

Das ganze Leben spiele sich heute im Netz ab. Vor allem die Nutzer von populären sozialen Netzwerken seien mit ihrer ausgeprägten Naivität derzeit „leichte Beute“ für Kriminelle, sagt Kaspersky. Die Nutzer würden in ihrer Sorglosigkeit denken, dass sie anonym sind, aber seien nur einfache Opfer.

Neben technischen Schutzmechanismen müssten sowohl Privatanwender als auch Unternehmen lernen, den Wert von bestimmten Informationen besser einzuschätzen, sagte Candid Wüest, Antiviren-Spezialist bei Symantec. Das Unternehmen hat deshalb eine Aufklärungs-Initiative gegründet, die mit Tipps und Aktionen über die Mechanismen der Cyber- Kriminalität informieren soll.

Denn trotz der wachsenden Gefahren sind nach Einschätzung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) 20 Prozent aller genutzten PCs in Deutschland nur unzureichend mit Antivirensoftware geschützt. „Die beste Sicherheitssoftware nützt nichts, wenn das Bewusstsein für die Gefahr nicht da ist“, sagte BSI- Präsident Michael Hange. Nach Angaben von Eugene Kaspersky sind zehn Prozent der Nutzer den Angriffen gänzlich schutzlos ausgesetzt.

Dabei registrieren Experten von Symantec täglich acht Millionen Angriffe mit Schadsoftware im Internet. Jeden Tag würden 13 000 mit Spionagesoftware infizierte Websites in Umlauf gebracht. Selbst sensible Infrastruktur in großen Städten wie Ampelsysteme werde zunehmend zum Angriffsziel von Software-Attacken. „Und die Zahlen steigen stetig“, sagt Chantzos.

Kaspersky setzt derweil viel Hoffnung in die wachsende Nutzung von Smartphones. Die mobile Internet-Nutzung über Mobiltelefone könnte sich nach Einschätzung des Sicherheitsexperten als Segen für die Internet-Sicherheit herausstellen. Inzwischen gingen mehr Menschen unterwegs über ihre Smartphones ins Netz als über ihren PC zu Hause. Und über die Smartphones werde es künftig viel einfacher sein, entsprechende Sicherheitssysteme und Identifikationen für Nutzer und Gerät einzuführen. dpa


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