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Limmer

Streit um Parkplätze für die Polizei

Die Wunstorfer Straße soll in Teilen umgebaut werden - aber nicht nach den Plänen der Stadt. In die Drucksache, die der Bezirksrat Linden-Limmer verabschiedet hat, sind mehrere Änderungswünsche der Sanierungskommission Limmer und der Radfahrer-Lobby eingeflossen. 

Hannover. Die Korrekturen bedeuten vor allem Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger. Autofahrer wiederum müssen sich darauf einstellen, dass der Parkraum deutlich reduziert wird: 22 Stellflächen fallen weg. Die SPD überraschte im Bezirksrat jedoch mit einem Vorschlag, wie die Zahl doch wieder aufgestockt werden könnte: Fraktionschef Eike Geffers regte an, die Parkplätze der Polizeiinspektion West der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen - und bekam deutlichen Gegenwind von der CDU.

Wie berichtet, soll der Abschnitt der Wunstorfer Straße zwischen Harenberger Straße und Franz-Nause-Straße für 700 000 Euro umgestaltet werden. Ab Juli bis zum Jahresende will die Stadt neue Rad- und Fußwege bauen und die Stellplätze neu ordnen. Bezirksrat und Sanierungskommission wollen die Pläne vor allem auf der Südseite der Wunstorfer Straße ändern. Nach ihren Vorstellungen soll dort ein gerader Radweg gebaut werden. Die Stadt hatte vor, den Weg um Bäume zu verschwenken und somit neun der 24 Stellflächen zu erhalten. Damit konnten sich Politiker und Anwohner aber nicht anfreunden. Das Ergebnis: Auf Parkplätze wird auf der Südseite komplett verzichtet, ebenso auf Bäume. Auf der Nordseite, wo auch ein gerader Radweg verläuft, ist mehr Platz - dort verbleiben 24 Stellflächen. Anlieferzonen wird es auf beiden Straßenseiten geben.

Für SPD-Mann Geffers war der Parkplatzverlust Anlass, die Stellplätze vor der im Stichweh-Leinepark angesiedelten Polizei zur Disposition zu stellen. In der Tiefgarage sei genug Platz für die Einsatzfahrzeuge. Daher könnten die Stellflächen an der Straße an Anwohner und Kunden der Läden abgegeben werden. „Wird die Polizei bevorzugt?“, fragte Geffers provokativ. Die Stadt stellte klar, dass für die 40 Polizeiwagen 30 Tiefgaragenplätze und zehn Plätze an der Straße reserviert seien. Letztere seien vor allem für schnelle Einsätze gedacht. CDU-Fraktionschefin Gabriele Steingrube brachte das Ansinnen der SPD in Rage: „Die Polizei braucht ihre Parkplätze - basta!“ Am Mittwoch, 6. Mai, entscheidet der Bauausschuss über die Umbaupläne, danach der Rat der Stadt.


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