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Familienzentrum Gronostraße in Oberricklingen: Erwachsene und Kinder spielen gemeinsam in der Elternzeit-Gruppe.

Miteinander im Familienzentrum Gronostraße: Erwachsene und Kinder spielen gemeinsam in der Elternzeit-Gruppe.© Steiner

Oberricklingen

Kita Gronostraße wird saniert

Das Familienzentrum Gronostraße in Oberricklingen wird modernisiert und umgebaut. Rund 1,5 Millionen Euro investiert die Stadt in das Vorhaben. Die Bauarbeiten haben vor wenigen Tagen begonnen.

Der städtische Fachbereich Gebäudemanagement rechne mit der Fertigstellung im September 2011, sagte Stadtsprecher Klaus Helmer. Die Kindergartenkinder sind derzeit in der Wilhelm-Busch-Schule untergebracht.

Mit der Erneuerung einher geht vor allem eine Neuordnung des Betreuungsangebots im Stadtteil. Für kleinere Kinder soll das Angebot ausgebaut werden – künftig betreuen die Pädagogen vier Kita- und zwei Krippengruppen. Das sind zwölf Plätze mehr für Krabbelkinder als bisher. Die jüngsten Kinder sollen in dem Gebäude unterkommen, das bislang die Hortkinder beherbergte. Diese Schüler bekommen wiederum neue Horträume an der Wilhelm-Busch-Schule.

Das Familienzentrum besteht aus drei Gebäuden aus den siebziger Jahren. Der Komplex soll vor allem energetisch modernisiert werden und bekommt neue Fenster, Türen und eine Wärmedämmung. Die Fassade wird mit neuen Platten verkleidet; das Dach wird neu aufgebaut und mit Zinkblech eingedeckt. Und schließlich sollen auch Heizsystem, Sanitäranlagen und Elektrik erneuert werden.

Seit einem Jahr steht bereits fest, dass die marode Gebäudesubstanz der Kita einer gründlichen Sanierung unterzogen wird. Das Geld stammt aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes. Allerdings sollte davon rund eine Million Euro zunächst für die Sanierung der Brandschutztechnik im Raschplatzpavillon in der Oststadt ausgegeben werden. Weil dieses Vorhaben aber zurückgestellt wurde, war das Geld plötzlich frei für andere Vorhaben. Überraschend profitierte die Oberricklinger Betreuungseinrichtung von dem Geldsegen.

Derzeit betreut die Einrichtung rund 140 Krabbel-, Kita- und Hortkinder. Viele Kinder aus Einwandererfamilien besuchen sie. 2006 wurde aus der Kita das erste Familienzentrum in Hannover. Das pädagogische Konzept umfasst unter anderem Sprach- und andere Förderangebote für Kinder. Gemeinsam mit anderen Institutionen, wie der Ricklinger Stadtteilbücherei oder der Evangelischen Familienbildungsstätte, organisiert das Familienzentrum auch Bildungsangebote für Eltern. Vor allem Frauen mit Migrationshintergrund profitieren von den Möglichkeiten des Familienzentrums und engagieren sich wiederum in Projekten wie den „Rucksack-Müttern“. Bei diesem Sprachförderprojekt werden Migrantinnen weitergebildet, die wiederum anderen Müttern zeigen, wie sie zu Hause mit ihren Kindern üben können. Auch Frauenfitnesskurse und Beratung für Anwohner – etwa eine Schuldnerberatung – gibt es in der Einrichtung.

Marcel Schwarzenberger


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