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Foto: Einer der beiden verunglückten Stadtbahnwagen wurde am späten Dienstagabend mit einem Spezialkran geborgen.

Einer der beiden verunglückten Stadtbahnwagen wurde am späten Dienstagabend mit einem Spezialkran geborgen.© Elsner

Stadtbahnunfall Messe/Ost

Unfallwagen der Üstra abtransportiert

Der erste der beiden verunglückten Stadtbahnwagen der Üstra ist mit einem Tieflader aus der Wendeschleife an der Messe-Ost in Richtung Betriebshof in Döhren abtransportiert worden. Der zweite Wagen soll im Laufe des Tages folgen.

Messe/Ost. Pläne, den zweiten Stadtbahnwagen über die Schienen abzuschleppen, wurden aufgegeben. „Der Wagen ist verzogen und wäre nicht an den Hochbahnsteigen vorbeigekommen", sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Für den Transport zum Betriebshof in Döhren braucht die Üstra eine Sondergenehmigung. Wenn die eintrifft, will man mit den Fahrten beginnen. Läuft alles wie vorgesehen, ist die Wendeschleife am Donnerstag zum Betriebsbeginn wieder frei. Verzögerungen im Fahrplan hat es durch die Blockade nicht gegeben, weil Ausweichgleise zur Verfügung stehen.

Die Stadtbahn war am frühen Dienstagnachmittag gegen 13.50 Uhr entgleist. Dabei geriet der vordere Zugteil aus dem Gleis und kippte dann zur Seite. Der hintere Wagen rollte weiter und drückte den vorderen gegen einen Oberleitungsmasten. Dessen Stahlpfeiler bohrte sich in den Fahrgastraum.

Wie es zu dem Unfall kam, sagte die Üstra auch am Mittwoch noch nicht. Sie wollte im Laufe des Tages erst mit dem Fahrer reden. Wahrscheinlich ist aber, dass die Bahn in der engen Schleife, in der nur Höchsttempo 20 km/h erlaubt, aus bisher unbekannten Gründen mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Der 58-jährige Fahrer, der langjährige Berufserfahrung hat, blieb körperlich unverletzt. Fahrgäste waren nicht in den Wagen.

Was mit den Wagen passiert, müssen nun die Techniker der Üstra entscheiden. Als gesichert gilt, dass der schwer beschädigte vordere Wagen verschrottet werden muss. Der andere kann möglicherweise repariert werden. In jedem Fall liegt der Schaden bei mehr als zwei Millionen Euro und muss von der Üstra selbst getragen werden. „Wir haben für unsere Stadtbahnen zwar eine Haftpflicht-, aber keine Vollkaskoversicherung", sagt Iwannek.

Grund seien die hohen Prämien, die die Assekuranzen in diesem Bereich fordern. Bei den meisten Unfällen der hannoverschen Stadtbahnen sei ohnehin der Gegner der Verursacher, so dass dessen Versicherung für den Schaden aufkomme.

Sollten die Wagen ausfallen, will die Üstra prüfen, ob sie überhaupt ersetzt werden müssen. Vielleicht reicht der Fuhrpark auch so aus.


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