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Südstadt

IGS bekommt Anbau für Fachräume

Die Südstädter Gesamtschule wird im Sinne des früheren Stadtbaurats Karl Elkart bis 2018 erweitert und umgebaut – das wird mehr als 16 Millionen Euro kosten.

Hannover. Die Stadt will die wachsende Integrierte Gesamtschule (IGS) Südstadt erweitern und damit fit für die Zukunft machen. Schon im kommenden Jahr soll das denkmalgeschützte Schulgebäude am Altenbekener Damm um einen weiteren Gebäudetrakt ergänzt und aufwendig umgebaut werden, sofern der Rat dem Vorhaben zustimmt. Die Kosten für das bis 2018 dauernde Bauprojekt liegen im zweistelligen Millionenbereich.

Auch der Neubau einer Kindertagesstätte für drei Krippen- und eine Kindergartengruppe ist in der Kostenrechnung enthalten. Die Integrierte Gesamtschule hatte ihre Arbeit im August 2013 mit rund 120 Fünftklässlern in freien Räumen der Bertha-von-Suttner-Schule aufgenommen, in der noch rund drei Jahre lang die auslaufende Haupt- und Realschule beheimatet ist. Bis 2018 werden dann voraussichtlich mehr als 700 Schüler die IGS besuchen.

Die bereits fortgeschrittenen Pläne hat die Stadtverwaltung nun erstmals öffentlich im Bezirksrat Südstadt-Bult vorgestellt. „Wir gehen von einem Bauvolumen zwischen 16 und 20 Millionen Euro aus“, sagte Stefan Bär, Finanzchef im Fachbereich Gebäudemanagement. Das denkmalgeschützte Schulgebäude auf dem Gelände zwischen Altenbekener Damm, Wißmannstraße, Heinrich-Heine-Straße und Pfalzstraße genügt nach Einschätzung der Stadt den Anforderungen nicht mehr und muss deshalb dringend erneuert werden.

An der Wißmannstraße soll ein neuer Gebäudeteil entstehen, der äußerlich ziemlich genau dem IGS-Hauptgebäude gegenüber gleichen wird. „Damit wird die ursprünglich geplante Symmetrie des Gebäudes hergestellt“, erläuterte Bär. So hatte der ehemalige Stadtbaurat Karl Elkart den zwischen 1929 und 1931 errichteten Bau ursprünglich wie eine barocke Schlossanlage in U-Form geplant. Der dritte Gebäudeteil, vorgesehen war ein Volksbad, wurde vermutlich wegen der Weltwirtschaftskrise allerdings nie gebaut.

Nun wird auch der dritte Abschnitt verwirklicht. In dem neuen Trakt sollen Fachräume eingerichtet werden; außerdem soll die Sporthalle dorthin verlegt werden. Aktuell steht auf der Fläche ein Garagenhof. Die Stadt hat den Mietvertrag mit dem Pächter zum 31. August 2016 gekündigt. Dieser muss die Garagen laut Vertrag nun abreißen.

Der Gebäudeteil an der Heinrich-Heine-Straße wird komplett umgestaltet. Ins Erdgeschoss zieht die neue Kita mit 45 Krippen- und 25 Kindergartenkindern ein. Im übrigen Gebäudeteil wird unter anderem eine Mensa mit bis zu 460 Plätzen untergebracht. Vorübergehend werden die Schüler in einer provisorischen Mensa verpflegt, die Anfang dieses Jahres aus Containern auf dem Schulgelände errichtet wurde. Das Hauptgebäude sowie der Schulhof sollen kaum verändert werden. „Bolz- und Spielplatz bleiben erhalten“, sagte Bär. Die gesamte Baumaßnahme sei in drei Abschnitten von Herbst 2016 bis Ende 2018 geplant. Nach derzeitigem Stand will die Stadt das Projekt aus eigenen Mitteln finanzieren. Eine öffentlich-private Partnerschaft wie beim Bau des neuen Bildungszentrums Birkenstraße oder bei der IGS Mühlenberg sei nicht gewünscht, erläuterte Bär.

Neubau und Umbau wurden vom Lübecker Architektenbüro PPP geplant, das zuletzt für den 4,4 Millionen Euro teuren Umbau der Goetheschule verantwortlich war. „Der PPP-Vorschlag muss noch mit Stadtplanung und Denkmalschutz abgestimmt werden“, sagte Bär. Sobald die Planungen abgeschlossen sind, will die Stadt den Ratsgremien eine Drucksache für das Bauvorhaben vorlegen. Nach Angaben von Bär soll das Papier im Herbst dieses Jahres fertig sein. In den Verwaltungsentwurf sollen auch die Anregungen von Schülern und Eltern einfließen.


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