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Der erste Teil des Parks ist vor der Expo entstanden. Nun wird das Gelände um ein 1,6 Kilometer langes Stück erweitert.

Der erste Teil des Parks ist vor der Expo entstanden. Nun wird das Gelände um ein 1,6 Kilometer langes Stück erweitert.© Marcel Schwarzenberger

Bemerode

Park auf dem Kronsberg wächst

Ehemaliges Ackerland und brach liegende Flächen werden bis zum Jahresende in eine blühende Landschaft verwandelt.Für den Bau des Arvato-Logistikzentrums wird eine 24 Hektar große Ausgleichsfläche geschaffen.

Bemerode. Ab jetzt rollt schweres Gerät über das Feld neben der Integrierten Gesamtschule Kronsberg und den Wohnvierteln an Haverkamp und Funkenkamp. Ehemaliges Ackerland und brach liegende Flächen werden bis zum Jahresende in eine blühende Landschaft verwandelt. Der seit 2000 bestehende Park Kattenbrook wird für 525.000 Euro um fast sechs Hektar vergrößert. Zwei Drittel der Kosten übernimmt das Unternehmen Verdion, das in der Nachbarschaft eine riesiges Logistikzentrum gebaut hat. Dieses wird derzeit von der Bertelsmann-Tochter Arvato bezogen. Mit der Überbauung einstiger Grünflächen hatte sich Verdion verpflichtet, einen Ausgleich zu schaffen. Kronsberg-Anwohner und Besucher kommen so zu einem neuen Naherholungsgebiet.

Mit dem jetzt beginnenden Bau werde der Kattenbrook-Park vollendet, sagte Hannovers Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette beim symbolischen Spatenstich am Dienstag im Beisein der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin Petra Stittgen und Verdion-Projektleiter Stefan Knuffmann. Der Park wird insgesamt 1,6 Kilometer lang. Er vervollständigt den bereits bestehenden Teil, der vor der Expo 2000 zwischen dem Messeschnellweg in Mittelfeld und dem Kattenbrookstrift am Kronsberg angelegt worden war. Gut 15 Jahre später wird die seit Langem geplante Parkanlage nun fertig. Über 24 Hektar wird sich eine locker begrünte Landschaft mit Bäumen, verschlungenen Wegen und Gehölzen erstrecken. Anwohner und Besucher des Kronsbergs dürften allerdings einige Unterschiede zwischen dem neuen Parkbereich und der älteren Anlage bemerken. Ende der neunziger Jahre ließ die Stadt viele Bäume in ausgerichteten Reihen pflanzen und künstliche Aussichtshügel aufschütten. Auch eine Hundeauslauffläche wurde südlich des Wülferoder Weges jüngst eingerichtet. Was der städtische Fachbereich Umwelt und Stadtgrün aber am Siedlungsrand des Kronsbergs gestalten will, ist eine möglichst naturnahe Parklandschaft. „Es wird keine Nutzflächen geben“, sagte Knuffmann. Auch keine eigens ausgewiesenen Spielflächen, Sportanlagen oder Grillplätze.

Über Wege und kleine Platzflächen können die Besucher den Park für sich erobern. Auch als Liegewiesen sind die künftigen Grünflächen nutzbar. Möglichst wenig Künstliches soll das Naturerlebnis trüben. Nicht jede Wiese in dem erweiterten Parkbereich wird regelmäßig gemäht, die Pflanzen dürfen wuchern. Locker gesetzte Feldgehölze, Wildobst und artenreiche Wiesen sollen im östlichsten Abschnitt des Parks gedeihen. Lediglich ein paar Sitzmauern will die Stadt bauen. Von dort soll der Blick auf Weißdorn, Hartriegelsträucher und Wildrosen sowie die insgesamt rund 300 neuen Bäume gehen. Bis zum Sommer sollen die Erdarbeiten dauern. Im Herbst werden die Bäume gepflanzt, darunter Linden, Lärchen und Vogelkirschen.

Naturschutz und Naherholung sollen im neuen Landschaftspark kombiniert werden. Hundehalter müssen ihre Tiere dort ganzjährig anleinen. Für Anwohnerin Kerstin Stierli ist das kein Problem. „Es gibt ja Auslaufflächen in der Nähe“, sagte sie. Die neue Grünanlage werde sicher schön. Ihre Kinder seien schon im alten Park gern unterwegs gewesen.


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