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Komplett zugeparkt: Die vielen Autos beeinträchtigen den Charme des Wedekindplatzes – ein neues Platzprogramm soll Abhilfe schaffen.

Komplett zugeparkt: Die vielen Autos beeinträchtigen den Charme des Wedekindplatzes – ein neues Platzprogramm soll Abhilfe schaffen.© Schwarzenberger

List

Umgestaltung des Wedekindplatzes erst 2012

Mit einer Umgestaltung des Wedekindplatzes in der List soll die Aufenthaltsqualität dort verbessert werden. Geplant sind neue Sitzbänke und historische Poller, die das Falschparken auf der Platzmitte künftig verhindern sollen.

List. Es wird wohl erst im Frühjahr etwas mit der geplanten Umgestaltung des Wedekindplatzes in der List. Die Ausschreibungen für Baufirmen liefen noch, sagte Sabine Vögler-Pudziow vom städtischen Fachbereich Tiefbau dem Stadt-Anzeiger. In der kalten Jahreszeit will die Stadt am Platz keine Baustelle aufmachen. Der Bezirksrat Vahrenwald-List finanziert das Vorhaben mit 10 000 Euro aus seinem Etat. Auf der zur List gehörenden Hälfte des Platzes – nördlich der Wedekindstraße – sollen Verschönerungsarbeiten stattfinden, die nicht unumstritten sind. Sie kosten Parkflächen.

Der Platz soll neue Bänke, einige Blumenkübel und historische Poller bekommen. Letztere sind aus Sandstein geformte Säulen, die seit Jahren in einem städtischen Bauhof lagern. Sie werden aufgearbeitet und um die Bäume in der Platzmitte gruppiert. Und zwar so, dass künftig kein Auto mehr dort parken kann. Bis zu fünf Fahrzeuge finden bislang dort Platz; insgesamt gibt es auf der Lister Seite des Platzes gut 15 Stellflächen. Der Bezirksrat hatte diese Umgestaltung beschlossen. Gegen die Stimmen der CDU, die gegen den Parkflächenverlust ist.

Der Bezirksrat will mehr Aufenthaltsqualität durch eine gefällige Möblierung des Platzes. „Die Blumenkübel können am Radweg an der Wedekindstraße aufgestellt werden“, sagte Eberhard Mecklenburg, Fraktionschef der Grünen. Die Platzmitte soll zur Ruhezone werden, ohne störenden Rad- oder Autoverkehr. Erlaubt sei Parken am Rondell ohnehin nicht, betonte Mecklenburg. „Aber kurzes Parken wurde von der Stadt geduldet“, hielt Uwe Schütt vom benachbarten Fachgeschäft „WohnLust“ dagegen. Während die offiziellen Parktaschen länger genutzt werden, parken vor allem Lieferanten und Kunden der angrenzenden Geschäfte für kurze Zeit am Halbrund. „Diese Fluktuation ist für uns auch wichtig“, sagte Schütt. In den umliegenden Straßen sind Abstellflächen ebenfalls Mangelware. Besonders angespannt sei die Situation am Wedekindplatz von Mai bis September, sagte er. „Dann vermietet die Stadt Parkplätze an Gastronomen.“ Weil der Raum auf den Fußwegen für einen größeren Freisitz nicht ausreicht, können die Wirte während der warmen Jahreszeit Tische auf den Parkplätzen aufstellen. Den Wegfall der Flächen am Rondell hinzugerechnet, bedeutet das einen empfindlichen Verlust an Parkraum.

Im Grunde sei am gegenwärtigen Zustand nicht viel zu ändern, sagte Geschäftsmann Schütt. Es gebe auch jetzt schon Sitzbänke. „Eher haben wir hier ein Müllproblem.“ Viele Passanten würden ihren Abfall auf das Pflaster werfen. „Das sehe ich seit acht Jahren, in denen ich hier schon bin.“ Dagegen solle lieber etwas getan werden, anstatt Tausende Euro für eine Aufwertung in die Hand zu nehmen.

Auch auf der Oststädter Seite südlich der Wedekindstraße soll sich etwas ändern. Im August beschloss der Bezirksrat Mitte einstimmig, dass die Litfasssäule versetzt werden soll. „Es ist alles zu eng dort“, begründete Dieter Prokisch von der CDU-Fraktion. Passanten, die an der Fußgängerampel warteten, hätten nur wenig Platz. Möglich wäre ein Versetzen im nächsten Jahr, wenn der Nutzungsvertrag für die Säule mit dem Unternehmen „Deutschen Städte-Medien“ ausläuft. Die Stadt soll mit der Firma über einen Alternativstandort verhandeln; eine Entscheidung steht noch aus. Prokisch kann sich vorstellen, dass dann auch die Oststädter Platzhälfte eine ähnliche Aufwertung bekommt wie die Lister Seite. „Das könnte dann auch vom Bezirksrat finanziert werden.“ Feste Pläne dafür gibt es derzeit nicht.

Marcel Schwarzenberger

Hannover List

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