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Parkplatz an der ehemaligen Stadtbahn-Endstation Lahe

Es wird eng: Der Parkplatz an der ehemaligen Stadtbahn-Endstation Lahe ist regelmäßig überfüllt.© Hagen Eichler

Bothfeld

Kein Platz für Park & Ride

Wegen Bauarbeiten der Firma ExxonMobil steht die Stellfläche in Bothfeld Autofahrern nur begrenzt zur Verfügung.

Susanne Weber fährt jeden Tag mit dem Auto von Celle nach Hannover. Weil ihr alter Volvo aber nur eine rote Plakette bekommen hat, muss sie stets außerhalb der Umweltzone parken und mit der Stadtbahn zu ihrem Arbeitsplatz weiterfahren. Dafür nutzt sie das Park & Ride-Angebot an der ehemaligen Endhaltestelle Lahe, heute Paracelsusweg. „Ich bin auf den P & R-Parkplatz angewiesen“, erklärt Weber. Durch Bauarbeiten der Firma ExxonMobil Production Deutschland GmbH (EMPG) steht dieses Angebot nun aber nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Denn: Das Unternehmen baut neben seinem Firmengebäude einen neuen Parkplatz, für den die angrenzende P&?R-Fläche von 300 auf 200 Abstellmöglichkeiten verkleinert werden musste. Für Weber ist das ein Problem: „Nach neun Uhr ist es hier so voll, dass ich keinen Platz mehr finde und am Rand oder in zweiter Reihe parken muss.“

Das Mutterunternehmen BEB Erdgas und Erdöl GmbH hatte den Teil des P & R-Parkplatzes von der Stadt Hannover gekauft, um dem eigenen Parkplatzmangel entgegenzuwirken. Nach dem Baubeginn der HDI-Zentrale auf dem einstigen Standort von Samen Meisert waren Parkmöglichkeiten für die EMPG- und BEB-Mitarbeiter rar geworden – dort hatten sie bislang auf einer angemieteten Fläche ihre Autos abgestellt. Nun bleibt ihnen nur noch der Parkplatz am Laher Graben. Im November vergangenen Jahres wurden deswegen die Bauarbeiten begonnen, durch die 220 neue Stellflächen entstehen sollen. Hans Hermann Nack, Pressesprecher der hannoverschen EMPG, erklärte, bislang von keinen Beschwerden bezüglich der Parksituation an der Haltestelle Paracelsusweg gehört zu haben.

Auch üstra und Infra ist in dieser Hinsicht nichts bekannt. Dennoch haben Pendler Probleme mit dem eingeschränkt nutzbaren P & R-Angebot. So ist es für Dirk Sigmund morgens sehr mühselig, einen Parkplatz für sein Auto zu finden. „Das liegt aber nicht nur an der Verkleinerung der Fläche, sondern auch daran, dass hier so viele Fahrzeuge des Tiefbauunternehmens parken“, vermutet Sigmund.

Martin Vey vom Baumanagement der Infra sieht die Verantwortung ebenfalls bei den „Fremdnutzern“, welche aufgrund der Bauarbeiten auf dem P&R-Parkplatz vorübergehend parken. Sobald diese wegblieben, sei der „Parkdruck“ kleiner und die Fläche wieder ausreichend. Vey geht deswegen davon aus, dass sich die Situation bessern wird nachdem der Firmenparkplatz fertiggestellt ist. Für den Fall, dass dann immer noch zu wenig Parkplätze zur Verfügung stehen, könne die Infra aber über eine Umstrukturierung der bestehenden Fläche nachdenken. Dann würden die Parkplätze effektiver angeordnet werden und die restlichen Grünflächen sowie das um den P & R-Parkplatz verlaufende Gleisgebiet als Parkplatzerweiterung ausgebaut.

Die Bauarbeiten der EMPG sollen bis Ende Juni 2010 abgeschlossen sein. Dann zeigt sich, ob das P & R-Angebot an der Haltestelle Paracelsusweg wieder in vollem Umfang genutzt werden kann.

Hagen Eichler


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