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VOR DEM ABRISS: Der Bunkeran der Herrenhäuser Straße. Die Wohnungsgenossenschaft Herrenhausen will auf dem Gelände sein derzeit laufendes Bauprojekt erweitern, das direkt an den Bunker angrenzt.

VOR DEM ABRISS: Der Bunker an der Herrenhäuser Straße. Die Wohnungsgenossenschaft Herrenhausen will auf dem Gelände sein derzeit laufendes Bauprojekt erweitern, das direkt an den Bunker angrenzt.© NANCY HEUSEL

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Sanierung

Auch der Bunker in Herrenhausen kommt weg

Der Abriss des Tiefbunkers unter dem Klagesmarkt steht kurz bevor. Die Fläche ist bereits eingezäunt. Bevor die ersten Sprengungen beginnen können, muss zunächst die Erde um die bis zu 1,80 Meter dicken Wände abgetragen werden. Noch viel spektakulärer ist jedoch der Bunkerabriss, der bald in Herrenhausen ansteht.

Hannover. Die Wohnungsgenossenschaft Herrenhausen (WGH) will das Grundstück kaufen und den riesigen Betonkoloss abreißen. Der zuständige Bezirksrat sowie der Wirtschaftsausschuss sind bereits über das Vorhaben informiert worden. Für nur einen Euro will die WGH das Grundstück von der Stadt kaufen. Dafür verpflichtet sie sich aber, den Bunkerabriss zu finanzieren. Der wird deshalb besonders schwierig, weil die Wände des Bunkers mit 2,50 Metern noch ein gutes Stück dicker sind als die des Klagesmarkt-Bunkers. Hinzu kommt, dass die WGH bereits direkt angrenzend an den Bunker an der Herrenhäuser Straße derzeit einen großen Komplex baut, in dem Wohnungen, Büros und Geschäfte untergebracht werden sollen.

Um den Neubau nicht gleich durch Sprengungen zu gefährden, wird nach NP-Informationen diskutiert, das sogenannte Diamantsägeverfahren zum Einsatz zu bringen, bei dem keine Sprengungen nötig wären. Der Bunker würde schlicht in große Blöcke zerschnitten, die anschließend abtransportiert werden können.

Der Nachteil des Verfahrens ist der deutlich höhere Preis. Interessant sind der Abriss des Bunkers und anschließende Neubau für die WGH aber dennoch. Denn das Unternehmen könnte so sein ambitioniertes und bereits jetzt 15 Millionen Euro teures Bauprojekt am Herrenhäuser Markt bis vorne an die Herrenhäuser Straße ausdehnen.

Offiziell äußern wollte sich die WGH zum Bunkerabriss noch nicht. Die Genossenschaft will zunächst noch die Entscheidung des Rates abwarten, der dem Verkauf zustimmen muss.


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