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Meine Stadt Zwei Jahre auf Bewährung für veruntreute Medikamente
Hannover Meine Stadt Zwei Jahre auf Bewährung für veruntreute Medikamente
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21:59 26.02.2018
VERURTEILT: Dr. Karel A. hat ein Geständnis abgelegt. Sein Anwalt Hermann Schade verwies auf den sozialen Abstieg von Karel A.  Quelle: Foto: Kutter
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hannover

 Dr. Karel A. (51) hatte mal drei Apotheken und einen Internethandel. Doch ein Verkehrsunfall 2007 brachte ihn ins Schlingern: Privatinsolvenz, Straftaten. Montag wurde der Apotheker zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Er hatte als Filialleiter in einer hannoverschen Apotheke Schmerzmittel bestellt und sich in die Bauchdecke injiziert. Der Schaden der veruntreuten Medikamente liegt bei 39 200 Euro. Das Opioid fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Dazu hat er noch 14 500 Euro aus der Ladenkassen veruntreut und fünf Kundenrezepte gefälscht. Tatzeit: März 2015 bis August 2016.

„Sie haben eine erhebliche kriminelle Energie an den Tag gelegt“, sagte Schöffenrichter Lars Römermann. Als Grund für seine Drogensucht sagte der Angeklagte: „2015 forderte die Bank eine Restschuld ein. Da habe ich komplett den Boden unter den Füßen verloren.“ Das ist nicht die ganze Wahrheit. Aus einem psychiatrischem Gutachten geht hervor, dass Karel A. schon in den 90-er Jahren regelmäßig Alkohol getrunken und Beruhigungsmittel genommen habe. Bereits 2010 wurde der Apotheker wegen Betruges zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Es folgten zwei weitere Verurteilungen wegen Betrugs und Untreue.

Von ton

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