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Meine Stadt Zu viel Gebell: „Django“ muss schweigen
Hannover Meine Stadt Zu viel Gebell: „Django“ muss schweigen
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00:16 06.07.2017
BELLT GERNE: Dackel Django. Quelle: Foto: Nagel
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hannover

Für die einen ist „Django“ (3) ein nerviger Kläffer, für sein Frauchen (67) der artigste Hund der Welt. Nun hat Amtsrichterin Mandy Urbschat entschieden: Der Rauhhaardackel muss schweigen. Zumindest während der Nachtruhe von 22 Uhr bis 6 Uhr. Sie hat dem Vermieter, einer Stiftung, aufgetragen, „geeignete Maßnahmen“ zu ergreifen. Was sich dahinter verbirgt, ließ die Richterin allerdings offen. Man kann an Lärmdämmung denken oder auch an eine Hundeschule.

Geklagt hatte eine Nachbarin, die Wand an Wand mit der 67-Jährigen und „Django“ wohnt. Zuvor war eine Einigung vor dem Schiedsamt gescheitert. Doch nicht nur die Klägerin hatte ein Lärmprotokoll geführt. Auch ein weiterer Nachbar (36) schrieb auf, wenn der Dackel mal wieder den Lauten machte: „Der Hund hat nachts regelmäßig gebellt.“ Manchmal auch mehrere Minuten lang. Eine weitere Anwohnerin sagte aus, dass der Hund immer, wenn sie spätabends vor dem Haus geparkt habe, gekläfft habe.

Nach der Beweisaufnahme stand für die Richterin fest: „Django“ ist ein Kläffer, dem die Nachtruhe seiner Mitmenschen egal ist. Nachbarn müssten ganz allgemein eine gewisse Lärmbelästigung ertragen – aber die sei im vorliegenden Fall bei Weitem überschritten.

Ob das Urteil wieder Ruhe und Frieden in das Haus einkehren lässt, darf allerdings bezweifelt werden. Im Prozess sagte die Hundemutti aus: „Django geht jeden Abend um 21 Uhr schlafen.“ Er schlafe jede Nacht neben ihr. Deshalb könne das mit dem nächtelangen Bellen nicht stimmen. Schließlich sei sie herzkrank und könne den Lärm nicht ertragen.

Von thomas nagel

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