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Zeitung in der Grundschule

Zu Besuch bei den Gelben Engeln

Als wäre es so geplant gewesen: Pünktlich als der „Gelbe Engel“ Michael Feierabend mit seinem Auto vor dem ADAC-Fahrsicherheitszentrum vorfährt, fängt die Sonne kurz an zu strahlen – was für ein Auftritt. Begeistert scharen sich die 17 Nachwuchsreporter der Grundschule Ronnenberg um das gelbe Fahrzeug. Fast alles wollen sie wissen: Was versteckt sich in dem Auto? Was kann man alles reparieren, und „wie teuer ist so ein Pannenfahrzeug eigentlich“, erkundigt sich Marc genauer.

Hannover. Feierabend antwortet geduldig auf jede Frage. Er verrät auch, dass „so ein Pannenhilfe-Fahrzeug gut und gerne 35 000 Euro kosten kann“. Seit 29 Jahren ist er als „Gelber Engel“ rund um Hannover unterwegs. Seine genaue Berufsbezeichnung „lautet übrigens Straßenwachtfahrer“, erzählt Feierabend: „95 von uns sind in ganz Niedersachsen unterwegs. Nur ein ,Gelber Engel’ ist übrigens weiblich.“

Apropos Gelb, Marlen möchte wissen, wie der ADAC zu seiner Farbe gekommen ist. Da kann Feierabend nur spekulieren: „Ich gehe davon aus, dass Gelb als Signalfarbe ausgesucht wurde. Immerhin muss man uns ja auch nachts sehen.“
Wer allerdings im sogenannten toten Winkel eines Lkw steht, dem hilft auch keine Signalfarbe. Diese Erfahrung konnten die Nachwuchsreporter selbst machen. ADAC-Mitarbeiter Wolfgang Müller und Söhren Schulze demonstrierten den Schülern im ADAC-Truck, wie unübersichtlich die Straße aus der Perspektive eines Lkw-Fahrers ist. Julian sitzt hinterm Steuer und ist überrascht: „Ich kannte den toten Winkel gar nicht.“ Seinen Mitschüler Connor, der sich vor den Lkw gestellt hat, konnte Julian „nur sehen, wenn er hochgesprungen ist. Da muss man ordentlich aufpassen.“ Yannick ist sich anschließend sicher: „Der toteste Winkel ist immer noch unterm Auto.“

Eine andere Demonstration hat Detlef Digger für die Ronnenberger Nachwuchsreporter vorbereitet. Der gelernte Fahrlehrer und Mitglied der Aktion „Achtung Auto“ errechnet mit ihnen den Anhalteweg. „Wie lange braucht ein Auto, um zum Stehen zu kommen“, lässt Digger schätzen. Mit kleinen Hütchen sollen die Schüler einen Tipp abgeben. Anhand von Laufübungen, bei denen die NP-Aushilfsreporter auf Zeichen abbremsen mussten, zeigt Digger, „dass zum Anhalteweg nicht nur der Bremsweg, sondern auch der Reaktionsweg gehört.“ Dass es immer wieder zu Unfällen kommt, erklärt Digger mit mangelnder Aufmerksamkeit, spontanen Handlungen und abgelenkten Fahrern. „Und wenn die Bremsen nicht funktionieren, hast du auch ein Problem“, rundet Hannes Diggers Beschreibung ab.

Nach dem Presseausflug der Nachwuchsredakteure ist Sümeyye begeistert vom ADAC. „Irgendwann möchte ich hier auch arbeiten“, träumt sie laut, als sie mit ihre Mitschülern im Bus wieder zur Schule fährt.

Fabian Wenck


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