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Meine Stadt Zoff um Öcalan: Kein Uni-Zuschuss für Lesung
Hannover Meine Stadt Zoff um Öcalan: Kein Uni-Zuschuss für Lesung
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21:02 11.10.2017
Eine Kurdendemo in Düsseldorf. Quelle: dpa
Hannover

Das Seminar wird von Studierenden selbst organisiert, geht über das offizielle Lehrangebot hinaus und soll sich mit dem inhaftierten PKK-Führer Abdullah Öcalan befassen.  Für diese Veranstaltungen – geplant sind zwei – wollte der Verband YXK eine finanzielle Unterstützung. Bei anderen Veranstaltungen dieser Art ist dies üblich, diesem Seminar-Angebot aber verweigert die Uni die  Finanzhilfe.

In einem offenen Brief werfen AstA und der Verband  der Uni unter anderem ein „bedenkenswertes Wissenschaftsverständnis“ vor, wenn kritische Auseinandersetzung mit Literatur und Analysen als Propaganda eingeordnet werde, wie es die Uni in ihrer Begründung getan habe.     

„Abdullah Öcalan ist einer der Führer der in der EU als Terrororganisation eingestuften PKK. Die Leibniz Universität verpflichtet sich in ihrem Leitbild der Weltoffenheit und Internationalität, der Gleichstellung und dem respektvollen Miteinander. Die Finanzierung eines Lesekreises aus Steuergeldern zur Lektüre von Büchern Abdullah Öcalans ist mit unserem Wertekanon nicht vereinbar“, so Uni-Sprecherin Mechthild von Münchhausen.
Am Lesekreis wollen die Veranstalter trotzdem festhalten. Ohne Zuschuss. Und  in den Räumen der Uni. Wo genau, ist noch offen.

Andreas Voigt

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