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FAMILIENMITGLIED:Tierschützer wollen den MenschenaffenRobby aus der Manege holen. Er lebt seit41 Jahren im „Circus Belly“, DirektorKlaus Köhler muss ihn jetzt vom Publikumfernhalten.

FAMILIENMITGLIED: Tierschützer wollen den Menschenaffen Robby aus der Manege holen. Er lebt seit 41 Jahren im „Circus Belly“, Direktor Klaus Köhler muss ihn jetzt vom Publikum fernhalten.

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Tierhaltung

Zirkus ohne Affensenior Robby

Der erste Auftritt nach dem Affen-Verbot: Es gibt keine Beanstandungen bei der Tierhaltung im „Circus Belly“ in Wunstorf. Das ist das Ergebnis eines Besuches von Astrid Fietz, Veterinärin bei der Region Hannover.

Wunstorf. Donnerstag Morgen sah sich die Regions-Vertreterin auf dem Festplatz an der Straße In den Ellern um. Solche Besuche sind für Zirkus-Direktor Klaus Köhler Routine - es gibt sie überall, wo der Zirkus seine Zelte aufschlägt. Die Ergebnisse werden jeweils von den Amtsvertretern protokolliert. In dem Protokollbuch, das im Wohnwagen des Direktors liegt, finden sich keine Beanstandungen von Veterinären in den vergangenen Monaten.

Und doch hat der Besuch von Fietz etwas Besonderes: Köhler musste ihr gestern erklären, wie er und seine Leute das gerade vom Landkreis Celle ausgesprochene Verbot der Zurschaustellung des Schimpansen Robby umsetzen wird. Also sieht Fietz nicht nur nach, ob der Affe in seinem Gehege Spielsachen hat, Abwechslung findet und gut gepflegt ist. Sie prüft auch, ob Robby während der Vorstellungspausen in seinem Wagen versteckt wird, damit ihn niemand sieht.

Seit Jahren beschwert sich die Tierrechtsorganisation Peta darüber, dass der Zirkus immer noch einen Menschenaffen hat, der bisher auch in der Manege auftrat. Seit 41 Jahren lebt Robby in dem Zirkus, ist dort aufgewachsen, gehört für Köhler zur Familie. Kontakt zu Artgenossen hat Robby nie gehabt. Das für den Zirkus Belly zuständige Veterinäramt Celle (dort hat der Zirkus seinen Wintersitz) hatte die Genehmigung für das Halten und Zurschaustellen des letzten Menschenaffen in einem deutschen Zirkus kürzlich nicht mehr verlängert. Robby darf deshalb nicht mehr in die Manege und auch nicht mehr zu sehen sein.

Zum Ende des Jahres soll Köhler ihn in eine Auffangstation in Holland abgeben. Ein Todesurteil für Robby, glaubt der Zirkusmann. Das denken auch andere: In einem Gutachten heißt es, dass das Verbringen von Robby in eine fremde Umgebung und ohne seine Bezugspersonen aus Tierschutzgründen abzulehnen sei. Entscheiden müssen darüber nun Richter - Köhler hat beim Verwaltungsgericht Lüneburg Widerspruch eingelegt.


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