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STEIN AUF STEIN: KSG-Maurer Gunar Wolfram zeigt den Wendland-Schülern seine Arbeit. Die stellen sich so geschickt an wie beim Fragen stellen, die Schülerreporter aus Herrenhausen.   Fotos: Wilde

STEIN AUF STEIN: KSG-Maurer Gunar Wolfram zeigt den Wendland-Schülern seine Arbeit. Die stellen sich so geschickt an wie beim Fragen stellen, die Schülerreporter aus Herrenhausen. © Frank Wilde

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Aktion

Zeitung in der Grundschule: So entsteht ein schickes Haus

Ein Tag, zwei tolle Termine - das kennen auch die echten NP-Reporter. Am Dienstag durften zeitgleich zwei Klassen aus Poggenhagen und Wunstorf zur Pferde- und Reiterstaffel der Polizei an den Welfenplatz und zwei der Grundschule Wendlandstraße in Herrenhausen auf die KSG-Mehrfamilienhaus-Baustelle nach Langenhagen. Die NP war natürlich überall dabei.

Langenhagen. Ob die Archäologie einem Wohnungsunternehmen wie der KSG die größten Schwierigkeiten bereiten würde? Bei der Frage musste KSG-Geschäftsführer Karl Heinz Range schmunzeln. Schließlich sorgen historische Funde immer wieder für sofortigen und oft monatelangen Baustopp. „Aber nein“, antwortet der 62-Jährige Chef von 85 Mitarbeitern, „die größten Schwierigkeiten bereitet uns der Feldhamster. Wenn der irgendwo wohnt, wo wir bauen wollen, müssen wir ihn und seine ganze Familie umsiedeln, das bringt uns dann richtig ins Schwitzen.“

41 Viertklässler der Grundschule Wendlandstraße in Herrenhausen durften gestern da hin, wo im Januar viele Menschen ein neues Zuhause finden - Besichtigung auf der größten Baustelle in ganz Langenhagen. „Hier entstehen mit Helma Eigenheimbaum 160 Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von 35 Millionen Euro“, erklärt der KSG-Handlungsbevollmächtigte Siegfried Volker (45) den staunenden Schülern, die im Rohbau des Kundenservice-Centers der KSG Platz genommen haben. Alle 41 mit gelber Sicherheitsweste und gelbem Helm auf dem Kopf, „das dürft ihr mit nach Hause nehmen“, sagt Volker unter Jubel, auch Handschuhe und Schutzbrille sind Souvenirs fürs Kinderzimmer.

Bevor es mit Volker und Architekt Kai Richter (39) zur Besichtigung dreier Wohnungen in den 1. Stock geht, haben die Schülerreporter Fragen. Viele Fragen. „Wie lange dauert so ein Hausbau?“, fragt Maximilian (10). „Von der ersten Überlegung bis zum Einzug vier Jahre“, sagt Geschäftsführer Range, „wir sind ein Wirtschaftsunternehmen, wir müssen schnell sein.“ „Was ist bei Regen?“, will Enes (9) wissen. „Da gibts eine Mütze auf den Kopf und weiter gehts“, sagt Range. Probleme gibts nur bei Frost. „Wenn das Wasser gefriert, können wir nicht weiterarbeiten“, erklärt Kai Richter. Auf die Frage von Noah (9, „Was kostet der Bau eines so großen Hauses?“) hält Volker eine Platte hoch: „Das ist genau ein Quadratmeter. Und jeder Quadratmeter Hausbau kostet 2800 Euro.“ Gerne erklärt Range der zehnjährigen Raneem, dass die KSG 1949 gegründet wurde und seitdem 1200 Häuser für sich und 3000 im Fremdauftrag gebaut hat. Knifflige Frage von Emirhan (9): „Wie hoch ist hier die Verletzungsgefahr. In einer Skala von eins bis zehn.“ Architekt Richter muss überlegen: „Wohl eine sieben. Hier lauern überall Gefahren.“

Nicht beim Mauern, mit dem die Expedition launig zu Ende geht. KSG-Maurer Gunar Wolfram (54) und KSG-Maler Kai Horwege (50) helfen gerne - und die Wendland-Kids mauern, was der Mörtel hergibt. „Ihr macht das richtig gut, ihr könnt bei uns anfangen“, lobt Wolfram. Abdullah (10) ist in Gedanken immer noch in Etage eins, mit tollem Ausblick, Fußbodenheizung, hochwertigen Materialien: „Hier würde ich echt gerne wohnen.“


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