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Meine Stadt Zeitung in der Grundschule: Rasante Üstra-Sonderfahrt
Hannover Meine Stadt Zeitung in der Grundschule: Rasante Üstra-Sonderfahrt
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14:47 23.03.2017
Von Christoph Dannowski
WINKE, WINKE: In Buchholz ging es für ein Gruppenfoto mit Üstra-Vorstand Wilhelm Lindenberg kurz vor den TW 3000. 44 Viertklässler der Grundschule Suthwiesenstraße fuhren durch Hannover. Quelle: Frank Wilde
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Olivier war der erste ganz vorne. „Ich durfte beim Fahrer sitzen“, freute sich der Achtjährige mit der 96-Mütze auf dem Kopf, „das war gaaaaanz toll.“ Der Viertklässler aus der Grundschule Suthwiesenstraße hat sich schon mit Fahrplänen, den Linien und Strecken beschäftigt, denn sein Berufswunsch steht felsenfest: „Ich möchte Stadtbahnfahrer werden.“

Foto: Frank Wilde

Da passte es perfekt, dass Olivier und seine 43 Mitschüler der 4a und 4c von der Üstra zu einer exklusiven Tour durch Hannover eingeladen wurden. Die Sonderfahrt begann gestern um Punkt zehn Uhr am Kröpcke und endete dort genau 90 Minuten später auch wieder. Zwischendurch war einiges geboten. Stadtbahnfahrer Thomas Dreßler (58), seit 37 Jahren bei der Üstra, ließ die Kinder ins Cockpit und sogar ans Mikro. „Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Aufenthalt im TW 3000“, sagte Max. Das klang schon sehr routiniert. wie Olivier befasst sich auch dieser Neujährige intensiv mit der Üstra, gemeinsam mit Kumpel Vien Dat (10) präsentierte Max Üstra-Pressesprecherin Katja Raddatz (39) die nächste Generation der Stadtbahnen. „Wir haben den TW 4000 gezeichnet“, so Vien Dat ganz stolz, „er wird komplett vom Computer gesteuert, der Fahrer ist nur für den Notfall mit dabei.“

Bei der Pressekonferenz stand ein mächtiger Manager im Mittelpunkt: Üstra-Vorstand Wilhelm Lindenberg hatte sich extra Zeit genommen für die NP-Schülerreporter, nach 42 Üstra-Jahren war dem gelernten Fernmeldetechniker keine Frage mehr fremd. Dass der TW 3000 rund 40 Tonnen wiegt, erfuhr Eva (9). Dass er 2,3 Millionen Euro pro Stück kostet und 30 Jahre halten soll. Dass die Üstra 125 Jahre alt ist, erfragte Guilgal (9). Dass die erste Straßenbahn von Siemens um das Jahr 1890 entworfen wurde, erzählte Lindenberg dem neunjährigen Valentin. „Was mögen Sie an Ihrem Beruf?“, wollte Ella (10) wissen. Da musste Lindenberg schmunzeln: „Ich darf selbst im Cockpit unserer Bahnen und Busse sitzen und lenken, das mache ich manchmal und habe immer meinen Spaß dabei. Am besten gefällt es mir aber, über die Üstra zu sprechen, so wie jetzt gerade mit euch.“

Auf der Podbi schallte die Anweisung von Fahrer Dreßler durch die ganze Bahn: „Gut festhalten alle.“ Die Notbremsung von Tempo 45 herunter auf 0 fand Farida (10) „sensationell“. Dafür erntete Dreßler sogar tosenden Beifall. „Sind das Kotztüten?“, fragte Eva Lynn (9) mit Blick auf einen Stapel Üstra-Tüten. Waren es nicht, sondern kleine Überraschungspakete. Damit diese Sonderfahrt unvergesslich bleibt.

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