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NOCH IST HIER PLATZ: An dieser Stelle will die Bahneine neues Bürogebäude bauenlassen. Es soll von der Jury desArchitekten-Wettbewerbs den Spitznamen „Kartoffel“bekommen haben.

© Frank Wilde

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Bahn

ZOB Hannover: Berliner pflanzen „Kartoffel“

Was passiert auf dem alten ZOB? Gestern wollte der Essener Investor Kölbl Kruse die Baupläne präsentieren. Doch sehr kurzfristig hat er entschieden, dass er den Siegerentwurf erst im Januar vorstellen wird. Die NP erfuhr: Ein Berliner Architektenbüro hat gewonnen. Sein Modell stach das der Hannoveraner aus.

Hannover. Das Gebäude, das die Deutsche Bahn schon gemietet hat, bevor überhaupt der Grundstein gelegt ist, wird acht Stockwerke hoch. Die obersten drei Etagen springen zurück, wirken also wie ein kleinerer Körper auf dem Sockel. Dessen Grundstruktur ist ein Dreieck - allerdings mit abgerundeten Ecken. Mitglieder der Jury haben dem Bau wegen der Rundung den Spitznamen „Kartoffel“ verpasst.

Trotz des kleineren oberen Teils wirkt das Gebäude nach NP-Informationen klobig - und bei weitem nicht so filigran wie die Entwürfe der hannoverschen Büros. Entscheidend für den Sieg im Wettbewerb soll die optimale Nutzung der Verkehrsflächen gewesen sein.

In der Spitze jedes Dreiecks ist ein Treppenhaus vorgesehen. Verbunden werden sie durch Stege über dem überdachten Innenhof. Das spart lange Flurfronten im Inneren, das hauptsächlich für Großraumbüros vorgesehen ist.

Die Mieterin Bahn plant 800 Arbeitsplätze für 1200 Mitarbeiter ein und will 22 Tochtergesellschaften in dem Bau unterbringen. Feste Arbeitsplätze wird es offenbar nur für wenige geben. Den Abteilungen sind bestimmte Büros zugeordnet. Morgens schnappen sich die Beschäftigten ihre Rollcontainer mit ihren Materialien und ziehen dorthin, wo gerade Platz ist. Dieses Konzept hatte auch die Finanz-IT einst am Kronsberg erprobt.

Diffizil ist die Bebauung: Unter dem Grundstück verläuft der U-Bahn-Schacht. Die technischen Hürden sind also hoch - und haben bislang die meisten Investoren verschreckt. Eine komplette Bebauung des Platzes ist mangels Tragfähigkeit nicht möglich.

Kölbl-Kruse-Sprecherin Bea Steindor will zu Einzelheiten des Siegerentwurfs nichts sagen und vertröstet auf den neuen, für Januar geplanten Termin mit Stadtbaurat Uwe Bodemann und den Architekten des Siegerentwurfs: „Es wird ein tolles Projekt.“

Der Baubeginn ist - so heißt es - für 2016, die Inbetriebnahme der neuen Bahn-Zentrale fürs dritte Quartal 2018 geplant.


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