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Meine Stadt In neun Etappen für Kinder Gutes tun
Hannover Meine Stadt In neun Etappen für Kinder Gutes tun
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19:30 31.08.2018
START: Am Werkheim Büttnerstraße gingen die Teilnehmer auf die bis zu 44,6 Kilometer lange Strecke. Quelle: Foto: Petrow
Hannover

In seinem Leben hat er viel Mist gebaut und viel Mist erlebt. Frank Wilharm wohnt seit 13 Jahren im Werkheim an der Büttnerstraße. „Ich möchte Danke sagen für die Hilfe, die ich als Wohnungsloser erhalten habe“, sagt der 42-Jährige. Auf seine Initiative hin hat das Werkheim zum elften Benefizlauf ausgerufen.

Gut 120 Männer und Frauen starteten zum Rennen der besonderen Art. Die Strecke führte am sogenannten Grünen Band entlang quer durch Hannover und war in neun etwa fünf Kilometer lange Abschnitte unterteilt. An jedem dieser Punkte konnten sich Sportler anschließen. Schnell sein mussten sie nicht – denn die Richtgeschwindigkeit lag bei sechseinhalb Minuten für den Kilometer.

Das Ziel waren Hannovers schönste Ecken: Eilenriede, Maschsee, Mittellandkanal und Leine. Startgeld (fünf Euro) und Sponsorenmittel sind bestimmt für bedürftige Kinder. In diesem Fall kann sich das Team der „Güldenen Sonne“ auf 2200 Euro freuen. Die pädagogisch-therapeutischen Einrichtung liegt in Rehburg-Loccum und gehört zur Stiftung Hannoversche Kinderheilanstalt.

„Freut mich, dass die Güldene Sonne das Geld bekommt“, sagt Wilharm. Er ist dort groß geworden nach traurigem Start –beide Eltern Alkoholiker, mit den Pflegeeltern nicht klar gekommen, mit dem Leben dann ach nicht so recht. Vom Surfen auf der U-Bahn bis zur Wohnungslosigkeit war sein Weg. Jetzt ist das Werkheim seine Heimat und das Schlagzeug in der Band „Büttner's Best Choice“ sein Lebenssinn.

Auf die Idee, das Gute, das ihm zuteil wurde, an Kinder weiterzugeben, war Wilharm vor elf Jahren gekommen. „Damals war ich beim Laufen noch besser in Form“, meint er. „Diesmal habe ich nur einen Kilometer geschafft.“ Nicht so wichtig – Mitmachen zählt!

Von Vera König

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