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Meine Stadt Kabelwerk von Nexans in Hannover vor dem Aus?
Hannover Meine Stadt Kabelwerk von Nexans in Hannover vor dem Aus?
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00:19 21.01.2019
STANDORT IN HANNOVER: Das Werk von Nexans scheint in Gefahr (Unser Archivbild zeigt Mitarbeiter während eines Warnstreiks Anfang 2018). Quelle: Foto: Stumpe
Hannover

Die rund 500 Mitarbeiter des hannoverschen Kabelwerks von Nexans Deutschland bangen um ihre Jobs: Gewerkschaft IG Metall und Betriebsrat fürchten, dass die Leitung des französischen Konzerns den Standort aufgeben will.

Seit September gibt es im Nexans-Werk schon Kurzarbeit, erklärt Gewerkschaftssekretär Frank Mannheim (55). Und das werde noch zwei Monate so bleiben: Die Konzernleitung sage, es gebe keine Aufträge für Hannover. Das Werk sei voll auf Hochspannungskabel ausgerichtet – und „diesen Bereich will der Konzern wohl loswerden, weil er damit wohl zu wenig verdient“. Daher drohe die Schließung – obwohl hier binnen der vergangenen vier Jahre 17 Millionen Euro in Technik investiert worden seien. Und es aus Arbeitnehmer- wie Gewerkschaftssicht unsinnig wäre, hier dicht zu machen: „Hier würden die Kabel für die Südlink-Stromtrasse produziert – das Werk liegt nahe an der möglichen Trasse dran, das wäre günstig“, sagt Mannheim.

Noch gebe es keine offiziellen Ansagen – doch die, so wird befürchtet, komme am Donnerstag: „Der Konzern tickt nach französischem Recht –demnach müssen Arbeitnehmer und Anteilseigner gleichzeitig informiert werden – an diesem Tag ist eine Sitzung des europäischen Nexans-Betriebsrats in Paris“, erklärt der Gewerkschafter. Nun gelte es, das Management „davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, den Standort zu erhalten – und auch Wege aufzuzeigen, wie es gehen kann!“

Info: Das Kabelwerk

Nexans hat rund 26 000 Beschäftigte weltweit, etwa 2500 in Deutschland mit Standorten in Hannover, Brahmsche, Nürnberg, Rheydt (bei Mönchengladbach), und Neunburg vorm Wald (Bayern). Das Werk Hannover gehört seit dem Jahr 2000 zu Nexans, war davor Teil des Alcatel-Konzerns, firmierte davor als Kabelmetal Electro GmbH, war Teil des Bergbau- und Stahlkonzerns Gutehoffnungshütte und ist letztlich der Nachfolger der im Jahr 1900 in Hannover von den Gebrüdern Berliner (Grammophon-Erfinder) gegründeten Hackethal-Draht Gesellschaft.

Von Ralph Hübner

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