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Gerade Wirte mit Außengastronomie klagen über das miese Wetter© dpa

Wetter

Wirte und Bauern klagen über kalten Mai

Landwirten und Gastronomen in Niedersachsen macht das kalte Wetter zu schaffen - sie klagen zunehmend über Umsatzeinbußen und schlechte Ernteaussichten.

Dabei ist ein kalter Mai wie in diesem Jahr beileibe nicht außergewöhnlich, berichtete am Montag ein Klimaforscher vom Alfred-Wegner-Institut in Bremerhaven. So richtig Freude über die anhaltende Kühle gibt es nur bei den Waldbesitzern, weil sich Schädlinge wie der Borkenkäfer bei kalten Temperaturen nicht so leicht ausbreiten.

Im Gastgewerbe kam die Freiluftsaison bisher kaum auf Touren, Tische und Bänke in den Biergärten sind seit Wochen zumeist hochgeklappt. „Wir haben Umsatzrückgänge von bis zu vier Prozent“, sagte Renate Mitulla vom Hotel- und Gaststättenverband Niedersachsen.

Sorgen machen sich auch die Gemüse- und Obstanbauer im Land. Vor allem Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln leiden nach Angaben des Landesbauernverbandes unter der kalten Witterung. „Wenn man mit dem Fahrrad an den Maisfeldern vorbeifährt, gucken gerade mal zwei Blätter raus“, sagte Gabi von der Brelie vom niedersächsischen Landvolk. „Der Rest ist gelb.“ Auch auf den Wiesen und Weiden sehe es nicht besser aus. Eigentlich hätte in diesen Tagen der erste Grünlandschnitt beginnen sollen. „Aber da ist nicht viel gewachsen.“

Die Obstbauern in Niedersachsen hoffen nach den kalten Tagen nun auf besseres Wetter in dieser Woche. „Bei so niedrigen Temperaturen kommen die Bienen nicht aus ihrem Stock heraus“, sagte Karsten Klopp von der Obstbauversuchsanstalt in Jork. „Dadurch wird die Bestäubung der Bäume extrem verzögert.“

Nach Ansicht des Klimaexperten Prof. Peter Lemke vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung sind die wenig frühlingshaften Mai-Temperaturen aber nicht außergewöhnlich. Auch die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull habe keine Schuld an den kühlen Temperaturen. Dafür fliege die Asche nicht hoch genug, sagte Lemke. Grund für die kalte Witterung seien statt dessen die anhaltenden Nordwindlagen. Den letzten kühlen Mai habe es 2004 gegeben und davor in den 1990er Jahren. „Wir haben vergessen, was normal ist“, sagte der Forscher.

Die einzigen, die zufrieden sind, sind die Waldbesitzer. „Für uns ist das Wetter durchaus von Vorteil“, sagte Steffen Hartig vom Waldbesitzerverband Niedersachsen. Der Borkenkäfer könne sich so nicht so leicht ausbreiten. Er brauche wärmere Temperaturen, um sich fortzupflanzen. dpa


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