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URSPRUNG: Der Welfengarten war 1764 als barockes Spiegelbild desGroßen Gartens angelegt.

URSPRUNG: Der Welfengarten war
 1764 als barockes Spiegelbild des
Großen Gartens angelegt.

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Hannover

Wird der Welfengarten wieder königlich?

Abgegrenzt durch die Nienburger Straße wird dem Welfengarten als Teil der königlichen Anlage nur wenig Beachtung geschenkt. Nun sollen Studenten Konzepte entwickeln, um den Park wieder aufzuwerten.

Hannover. Der Welfengarten als Teil des Ensembles Herrenhausen mit Großem Garten, Berg- und Georgengarten? Dass diese Anlage heute von der Öffentlichkeit kaum mehr als Teil der Herrenhäuser Gärten wahrgenommen wird, hängt stark mit der Nienburger Straße und der Stadtbahn zusammen, die ihn optisch und funktional vom Georgengarten gegenüber trennen. Und: Zu allem Überfluss fehlt auf den allgemeinen Schautafeln der Herrenhäuser Gärten seit Jahren der Plan für den Welfengarten - die Anlage ist in den Darstellungen schlicht nicht berücksichtigt.

„Diese Ausgliederungen haben dazu geführt, dass der Welfengarten aus unserem Bewusstsein verschwunden ist“, sagt Joachim Wolschke-Bulmahn vom Verein der „Freunde der Herrenhäuser Gärten“, der sich mit um den Erhalt von Hannovers Vorzeige-Anlagen kümmert.

Wolschke-Bulmahn ist aber auch Professor am Institut für Landschaftsarchitektur an der Leibniz-Uni, Schwerpunkt Geschichte der Freiraumplanung. Mit seinem Kollegen Christian Worthmann hat er jetzt ein Projekt angeschoben: 17 Master-Studenten aus seinem Institut entwerfen in diesem Sommersemester Pläne für eine behutsame Umgestaltung des Welfengartens - um ihn optisch den übrigen Anlagen der Herrenhäuser Gärten anzugleichen. Behutsam deshalb, weil der Welfengarten unter Denkmalschutz steht. Er ist als historisches Dokument eingestuft, und deshalb könne es keine grundsätzliche Neukonzeption geben, sagt Wolschke-Bulmahn.

Wohl aber, so der Landschaftsarchitektur-Professor weiter, könne man das Erscheinungsbild verbessern, Trampelpfade beseitigen, Anpflanzungen vornehmen: „Der Welfengarten wird intensiv genutzt als Durchgangspark, als Stadtpark für die Nordstadt, als Schlafplatz für Obdachlose. Der Park weist dadurch mehrere Problembereiche auf, etwa den Eingangsbereich Nienburger Straße, Ecke Schneiderberg. Und in der Pflege ist der Garten auch nicht das A und O.“

Die Studenten werten bis Juli historische Daten aus, befragen Menschen, die mit dem Garten in Verbindung stehen wie Anlieger oder Präsident Erich Barke, und entwickeln daraus Ideen. Die wollen Joachim Wolschke-Bulmahn und Christian Werthmann dann öffentlich präsentieren und von Vertretern der Leibniz-Uni, vom Fachbereich Umwelt & Stadtgrün bei der Stadt und vom Verein der Freunde der Herrenhäuser Gärten bewerten lassen. Der Sieger-Entwurf soll dann umgesetzt werden.

Joachim Wolschke-Bulmahn: „Uns geht es um einen Ideenwettbewerb, aus dem heraus die Parkqualität verbessert werden soll, ohne dass man dafür mehrere hunderttausend Euro in der Tasche haben muss.“ Dass sich die Freunde der Herrenhäuser Gärten später an den Kosten bei einer möglichen Umgestaltung beteiligen, hält Vorstandsmitglied Wolschke-Bulmahn für denkbar.


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