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HINGUCKER:  Das grüne Kupferdach der Gerhard-Uhlhorn-Kirche an der Leine.

HINGUCKER: Das grüne
 Kupferdach der
Gerhard-Uhlhorn-Kirche
an der Leine.© Ralf Decker

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Linden

Wird Lindener Kirche zur Moschee?

Erneut wird in Hannover eine christliche Kirche geschlossen. Am 18. November wird die lutherische Gerhard-Uhlhorn-Kirche entwidmet. Ob das Gebäude anders genutzt oder abgerissen wird, blieb Donnerstag unklar.

Hannover. Der Verkauf diene dazu, „der Gemeinde neue Wege zu eröffnen“ sagte die stellvertretende Superintendentin Catharina Uhlmann. Oder anders gesagt: Es geht ums Geld.

Schon im Januar 2009 hatten sich in Linden die Bethlehem- und die Gerhard-Uhlhorn-Gemeinde zusammengeschlossen. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der evangelischen Christen im Stadtteil um zehn Prozent zurückgegangen, so die Einwohnerstatistik. Zwei große Kirchen kann sich auch die neue Gemeinde mit rund 5000 Mitgliedern nicht leisten, sie behält die historisch bedeutende Bethlehem-Kirche.

Der Nachkriegsbau mit dem auffälligen grünen Kupferdach an der Salzmannstraße ist die fünfte Kirche, die die Lutheraner in der Landeshauptstadt aufgeben, geplant ist das auch für die Bodelschwingh-Kirche in Stöcken (NP berichtete). Die katholische Kirche hat in den vergangenen Jahren in der Region mehr als 20 Kirchen entweiht.

Was wird aus dem Gebäude oder dem Grundstück in Linden? „Sie steht nicht unter Denkmalschutz“, sagte Thomas Ehrenberg von der Stadtkirchenkanzlei. Ein Arbeitskreis solle jetzt die Details des Verkaufs vorbereiten. Das Grundstück ist rund 1300 Quadratmeter groß. Das Gemeinde- und zwei Pfarrhäuser wurden bereits verkauft. Letztlich muss das Landeskirchenamt die Pläne genehmigen. Sprecherin Stefanie Arnheim erläuterte, dass bei Nachkriegsbauten ein Abriss denkbar sei.

Bleibe das Gebäude erhalten, müsse eine „angemessene“ Nutzung gefunden werden. „Das muss dem bisherigen Charakter Rechnung tragen“, so Arnheim. Falls andere christliche oder jüdische Gemeinden das Gebäude übernehmen wollen, hätten sie Vorrang vor anderen Interessenten.

Die Uhlhorn-Kirchengemeinde hatte 1996 und 1997 bundesweit Schlagzeilen gemacht, weil sie einer Gruppe von zunächst 22 Nigerianern monatelang Kirchenasyl gewährt hatte. Die Männer aus Afrika waren in die Kirche geflüchtet, weil sie einer Abschiebung in ihre Heimat entgehen wollten, sie wurden jedoch nicht als politisch verfolgte anerkannt. Nigeria wurde damals von einem Militärregime regiert.


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