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Meine Stadt Wird Hannovers Umweltzone bald abgehängt?
Hannover Meine Stadt Wird Hannovers Umweltzone bald abgehängt?
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06:15 09.11.2012
BALD GESCHICHTE?: Mit Verkehrsschildern weist die Stadtauf Plakettengebote in der Umweltzone hin. Sie soll bis 2015 gelten.
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Hannover

Eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Stadt und Land hatte sich im September darauf verständigt, an der Umweltzone bis 2015 festzuhalten. Noch sind die Luftschadstoffe zu hoch. Der mit 40 Mikrogramm je Kubikmeter festgesetzte Grenzwert für Stickstoffdioxid beispielsweise wird an der Friedrich-Ebert-Straße um 50 Prozent überschritten. In der Marienstraße wurden 57 Mikrogramm, in der Kurt-Schumacher-Straße 52 Mikrogramm gemessen.

Entwarnung gibt es für den Lindener Berg, die Podbielskistraße und bald die Göttinger Straße. Das nimmt Umweltminister StefanBirkner zum Anlass, über ein schnelleres Ende nachzudenken: „Besser für Hannover wäre die Einführung einer grünen Welle auf allen relevanten Straßenzügen.“ Fast 90 Prozent der Autos in Deutschland erfüllten mittlerweile die Voraussetzungen für eine grüne Plakette.

Hannovers Umweltdezernent Hans Mönninghoff wundert sich über den Vorstoß. Rechtlich sei eine vorzeitige Abschaffung nicht zulässig: „Die erhebliche Überschreitung des Grenzwertes an sechs Straßen muss weiter runtergehen.“ Offenbar, so seine Vermutung, „kennt Birkner das Ergebnis der von ihm selbst eingesetzten Arbeitsgruppen nicht“. 2014 sei es aber möglich, dass Stadt und Ministerium über die Zukunft der Umweltzone sprechen. Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer und ADAC dagegen jubeln über die neue Nachdenklichkeit im Umweltministerium. Sie hatten von Anfang an argumentiert, die Luftschadstoffe seien kaum auf Autos zurückzuführen.

Horst Schrage, Hauptgeschäftsführer der IHK: „Erzeugt hat die Umweltzone jede Menge Bürokratie für alle und besondere Belastungen gerade für kleine Unternehmen mit langlebigen Nutzfahrzeugen für den Werkstatt- und Lieferverkehr.“ Handwerkspräsident Walter Heitmüller appelliert an die Stadt, nicht mehr an der Nachprüfung für Ausnahmegenehmigungen festzuhalten. Dazu müssten Handwerksbetriebe sogar ihre Umsatzzahlen vorlegen. „Von Anfang an überflüssig“, urteilt Cornelia Schlemmer vom ADAC über die Umweltzone, „also schnell weg.“

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