Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Erfolgs-Start beim Wintermarkt Herrenhausen
Hannover Meine Stadt Erfolgs-Start beim Wintermarkt Herrenhausen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 13.11.2018
Prunkvolles Ambiente: Auch im alten Festsaal der Galerie sind Marktstände aufgestellt. Quelle: Fotos: Heusel
Hannover

Es ist lange her, dass es an einem Novemberfreitag so voll in Herrenhausen war. Vielleicht das letzte Mal im Jahr 2003? Denn so lange ist es her, dass ein Wintermarkt am Schloss die Menschen angezogen hat. Doch mit dem vorweihnachtlichen Markt im Jahr 2018 konnte er wohl nicht mithalten – sonst hätte es keine 15 Jahre lange Pause gegeben. Denn schon am Freitag, am ersten Tag der Veranstaltung, stand wegen des großen Erfolgs fest: Den Winterzauber Herrenhausen wird es im nächsten Jahr wieder geben.

„Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Weihnachtsmarkt an einem Freitag so gut besucht ist, dass manche meiner Produkte schon vor Tagesende ausverkauft sind“, sagt Ausstellerin Nevena Eggers (47), die an ihrem Stand vor dem Schloss Erzeugnisse aus der eigenen Imkerei anbietet.

Selbst die Veranstalter von der Evergreen GmbH sind am Freitag überrascht vom Andrang: „Wir haben zwar viele Besucher erwartet – aber wir haben nicht damit gerechnet, dass es uns so überrennt. Bereits heute Morgen haben sich so lange Schlangen vor dem Eingang gebildet, dass wir den Kassenbereich erweitern mussten“, sagt Tina Böhnke (57) vom Veranstalter. Evergreen hatte mit dem großen Zulauf erst am Wochenende gerechnet und war darauf eingestellt, dass die Parkplätze nicht ausreichen würden. Dafür hatten sie einen Park-Service eingerichtet, der am Samstag und Sonntag Besucher mit einem Shuttle vom ausgelagerten Parkplatz auf dem Schützenplatz nach Herrenhausen fährt. Betrachtet man den Ansturm am Freitag, war das gut kalkuliert.

Was treibt so viele Menschen zum Winterzauber Herrenhausen? „Ein Vorweihnachtsmarkt ist für Hannover was ganz Neues. Zum Glück gibt es sowas jetzt“, findet Monika Brandt (54), die gerade in der Galerie des Schlosses stöbert. „Alleine um mal die Möglichkeit zu haben, in diesen wunderschönen Festsaal rein zu kommen, lohnt sich der Besuch“, sagt Victoria Ferraro (32), die sich hier ausgefallene Christbaumkugeln anschaut.

Ein weiterer Aussteller in der alten Galerie Herrenhausen ist Eberhard Grundmann (64). Er stellt besondere Lampen her – zum Beispiel aus alten Büchern, Küchenwaagen oder Haarschneidemaschinen. „Ich sehe auf dieser Ausstellung Dinge, die ich noch nie zuvor gesehen habe“, so Brandt. Und genau darauf haben die Veranstalter auch wert gelegt: besonders und nachhaltig sollte es sein.

Dafür sind sogar Weihnachts-Fans aus der Ferne angereist: Aus Aurich oder Gütersloh zum Beispiel. Die Schwestern Alice Schiefner (49) und Lydia Martin (47) kommen aus Braunschweig – und loben den Zeitpunkt des Wintermarkts: „Auf der Infa sind wir noch an der Weihnachtsausstellung vorbeigegangen. Jetzt haben wir richtig Lust auf den Weihnachtsmarkt – und müssen uns nicht mal die Füße abfrieren, weil es noch so schön mild ist.“ Einen Glühwein gab es trotzdem – aber keinen normalen, sondern einen Superfood-Glühwein mit Sanddorn. Natürlich bio.

Von Josina Kelz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Jahrhundertelang war Ahlem ein eigenständiges Bauerndorf. Heute ist Ahlem ein Stadtteil im Westen von Hannover. Und doch hat es seinen ländlichen Charme nicht verloren. Wir nehmen Sie mit auf eine Zeitreise durch den Stadtteil.

10.11.2018

Die Stadtverwaltung hat kein Rezept gefunden, die Kosten für ihre Wochen-, Bauern-, Jahr- und Weihnachtsmärkte zu senken. Jetzt will sie die Gebühren teils kräftig erhöhen und das hohe aufgelaufene Defizit so tilgen.

13.11.2018

Von „Toben in den Gängen“ bis zu Sachbeschädigung: Die Stadt kritisiert das Verhalten von Sportvereinen in der Winter-Hallenrunde und droht dem veranstaltendem Niedersächsischen Fußballverband mit dem Ende der Jugend-Pokalspiele. Der hat ein Einsehen.

13.11.2018