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Wildtiere in Niedersachsen haben immer größere Schwierigkeiten, Futter zu finden.© dpa

Eiszeit in Niedersachsen

Wildtiere leiden - Notzeit ausgerufen

Die Wildtiere in vielen Regionen Niedersachsens finden unter dem hohen verharschten Schnee nicht mehr genügend Futter. Deswegen wurde in mehreren Landkreisen vorwiegend im Süden des Landes die sogenannte Notzeit ausgerufen.

Göttingen. Das bedeutet, dass Jäger und Förster verpflichtet sind, das Wild zu füttern, sagte der Geschäftsführer der Landesjägerschaft, Dirk Schulte-Frohlinde, am Mittwoch. Eine Notzeit wird nur in Extremfällen ausgerufen, wenn Rehe, Hirsche und anderen Tiere über einen längeren Zeitraum nicht mehr genügend Futter finden.

Dass auch die Förster im Harz das Rotwild seit gut einer Woche zusätzlich füttern, kommt nach Angaben der Landesforstbehörden auch dem Wald zu Gute. Ohne die regelmäßige Fütterung mit Heu und Silage würden die rund 4000 Rothirsche vor Hunger die Rinde junger Laubbäume abfressen. Dadurch könnten die betroffenen Buchen oder Eschen absterben, was die Forstbetriebe viel Geld kosten würde.

Notzeit herrscht unter anderem in den Kreisen Göttingen, Northeim, Goslar und Osterode. Bereits seit einer Woche wird auch das Wild im Kreis Lüchow-Dannenberg gefüttert. Zudem herrscht in den betroffenen Regionen ein absolutes Jagdverbot. Auch im Solling bekommen Hirsche, Rehe und andere Tiere seit längerer Zeit zusätzliches Futter, sagte Holzmindens Kreisjägermeister Ludwig Hundertmark. Vor allem in Höhenlagen ab 300 Metern sei es für die Tiere inzwischen sehr schwierig, an geeignete Pflanzen zu gelangen, berichtete Osterodes Kreisjägermeister Dieter Helmold. In den Revieren dort wird dem Wild deshalb seit Ende Januar Heu und Silage angeboten.

Es sei lange her, dass in Niedersachsen ähnliche strenge Winter geherrscht hätten wie in dieser Saison, sagte der Chef der Landesjägerschaft, Schulte-Frohlinde. Ähnlich sei die Situation zuletzt in den Wintern 1978/79 und 79/80 gewesen.


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