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Meine Stadt Wildkatzen sollen in die Region Hannover wandern
Hannover Meine Stadt Wildkatzen sollen in die Region Hannover wandern
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14:43 16.09.2010
Die Europäische Wildkatze ist sehr selten und extrem scheu. Quelle: dpa
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Göttingen. Die vereinzelten Bestände, die derzeit vor allem im Harz und im Solling leben, seien sonst dauerhaft voneinander isoliert, sagte BUND-Wildkatzen-Expertin Janina Philipp am Donnerstag. Eine Ausbreitung der Art sei kaum möglich.

Derzeit sei zwar der Bau mehrerer sogenannter Wildbrücken über die A7 zwischen Northeim und Bockenem (Kreis Hildesheim) sowie über die Bundesstraße 27 bei Waake im Kreis Göttingen geplant, sagte Philipp. Dies nütze aber nichts, wenn dahinter für die Tiere ungeeignete Agrarsteppen liegen. Nur wenn die Wildkatze (felis silvestris) ungefährdet wandern könne, sei ihr Überleben gesichert.

Um Wildkatzen-Korridore einzurichten, benötige der BUND am besten zusammenhängende Geländestreifen, die anschließend mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden können, sagte die Expertin. Von derartigen grünen Wanderwege-Netzen könnten dann nicht nur die Wildkatzen, sondern auch andere Tiere wie Luchs, Rothirsch oder Dachs profitieren.

Die Grundlage für die BUND-Überlegungen zum Flächenkauf ist ein in den vergangenen Jahren erstellter Wildkatzen-Wegeplan. Danach werden Verbindungskorridore vor allem in Südniedersachsen gebraucht, und zwar in den Landkreisen Goslar, Wolfenbüttel, Hildesheim, Hannover, Holzminden, Hameln-Pyrmont, Northeim, Göttingen und Osterode.

Ein idealer Wildkatzenkorridor wäre etwa 50 Meter breit, sagte Philipp. Doch selbst 20 Meter breite Streifen mit ausreichend Deckung böten den scheuen Tieren die Möglichkeit, sich von einem Wald in den nächsten weiterzuwagen.

Ohne geeignete Grünbrücken und Korridore ende das Leben vor allem für die wanderungswilligen jungen männlichen Wildkatzen oft unter den Reifen fahrender Autos, sagte Philipp. Autobahnen wie etwa die A7, die die Lebensräume Harz und Solling trennt, verhinderten zum Teil sogar völlig, dass Tiere wandern können. Für die isolierten Bestände bestehe daher die Gefahr, genetisch zu verarmen.

Frühere Lebensräume der Wildkatze, wie etwa die Lüneburger Heide, könnten zudem nur dann sicher wieder besiedelt werden, wenn Wildbrücken unter anderem über die Autobahn 2 gebaut würden. Ein besonderer Knotenpunkt der traditionellen Wildkatzen-Wanderwege liegt im Landkreis Holzminden. Dort will der BUND jetzt einen Pilot-Korridor einrichten. Dieser soll helfen, dass die Wildkatzen besser als bisher Richtung Deister gelangen können. dpa

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