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Ein Bild aus 2016: Polizisten mit Maschinenpistolen auf ihrem Kontrollgang über den Weihnachtsmarkt am Hauptbahnhof.

Sicherheit

Wie wird der Weihnachtsmarkt geschützt?

Osnabrück setzt auf Rampen, Oldenburg auf Betonblöcke, Braunschweig auf Sperren, Barrieren, Planken und Pfosten – und Hannover? Zurzeit noch auf nichts. Während in den anderen großen Städten Niedersachsens längst die Sicherheitskonzepte für Weihnachtsmärkte stehen, hinkt die Landeshauptstadt hinterher.

Hannover. Das Tor zum Budendorf in der Altstadt ist zwar bereits aufgebaut, die Verwaltung macht aber immer noch ein Geheimnis daraus, wie sie die Besucher in den kommenden Wochen beim Weihnachtsmarktbummel vor möglichen Anschlägen mit schweren Fahrzeugen schützen will. Ende dieser Woche soll nun informiert werden – aber auch nur über „Grundzüge des Sicherheitskonzepts“, so ein Stadtsprecher gestern. Die hannoversche Polizei teilt unterdessen mit, dass man sich beim Thema Schutz des Weihnachtsmarktes „aktuell in der Endabstimmung“ mit der Stadt befindet.

Bereits für vorletzte Woche hatte die Stadt in Aussicht gestellt, die Öffentlichkeit über das Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt rund um die Marktkirche, der am 29. November startet, zu unterrichten. Passiert ist nichts. Sprechfähig will man jetzt Ende dieser Woche sein.

Ihre Hausaufgaben sehr frühzeitig gemacht haben Osnabrück, Oldenburg und Braunschweig. Nach Angaben der zuständigen Inspektionen wird die Polizei dort mit zahlreichen  Beamten – uniformiert   und in zivil – die Weihnachtsmärkte schützen. Auch schwer bewaffnet. Beispiel Osnabrück: „Bei uns sind örtliche Kollegen im Einsatz, und es gibt Verstärkung durch Kräfte der Bereitschaftspolizei“, sagt Frank Oevermann, Sprecher der Inspektion Osnabrück.

Dort habe eine enge Abstimmung mit der Stadt stattgefunden. Die Verwaltung setzt zum Schutz der Weihnachtsmarktbesucher auf mobile Sperren: An zwei Punkten werden nach Oevermanns Angaben die hochfahrbaren Rampen installiert.

In Oldenburg sperrt die Stadt zwei Zufahrten, über die Attentäter mit Fahrzeugen auf den Lamberti-Markt gelangen könnten, mit schweren Betonblöcken. Laut Stadtsprecher Stephan Onnen kommen 20 bis 25 Stein-Quader, von denen jeder 1,2 Tonnen wiegt, zum Einsatz. Langfristig sei in Oldenburg sogar geplant, an neuralgischen Plätzen versenkbare Poller zu installieren.

Den größten Aufwand zum Schutz des Weihnachtsmarktes betreibt Braunschweig. Und dort ist das Sicherheitskonzept längst fertig. Polizeisprecher Joachim Grande: „Hier steht alles.“ Die Löwenstadt sperrt für den Durchgangsverkehr die Münzstraße, die mitten durch das Budendorf am Dom und am Platz der Deutschen Einheit verläuft. Nur Anlieger und Linienbusse dürfen durch, letztere auch erst, nachdem sie eine Schranke passiert haben. Außerdem werden an einer weiteren Zufahrt Beton-Leitplanken und zusätzliche Pfosten verbaut, um mögliche  Attentäter mit Fahrzeugen zu stoppen.

Britta Mahrholz


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok