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Ex-96-Profi Mo Idrissou streitet vor Gericht um Unterhalt.

Justiz

Wie viel kann Ex-96-Profi Idrissou noch zahlen?

Die Mutter der mittlerweile zwölfjährigen Tochter von Mo Idrissou klagt auf Unterhalt. Doch der Ex-96-Profi feilscht ums Geld – und sagt, er will noch fünf andere Kinder haben.

Hannover. Die Karriere von Ex-96-Profi Mo Idrissou (36) ist vorbei. Im Sommer wurde der Skandal-Kicker beim Fünftligisten KFC Uerdingen (Nordrhein-Westfalen) freigestellt. Bei der Mutter seiner zwölfjährigen Tochter sitzt „Mo“ schon länger auf der Auswechselbank. Doch die Frau fordert Unterhalt für ihr Kind.

Nun spielte der Ex-Nationalspieler Kameruns den Ball zurück. Er will den Unterhalt reduzieren.
Auf Nachfrage der NP sagte Gerichtssprecher Jens Buck: „Der Kindsvater sagt, dass er kein Profifußballer mehr sei, weil er zu alt sei und gesundheitliche Probleme habe.“ Anstatt 550 Euro möchte der Kameruner nur noch 82 Euro monatlichen Unterhalt zahlen.

Beim gestrigen Gerichtstermin im Amtsgericht fehlte Mo Idrissou. Bereits bei zwei Verhandlungen wegen Verletzung der Unterhaltspflicht glänzte der Stürmer durch Abwesenheit. Beide Male wurde er zu Geldstrafen verurteilt (NP berichtete). Nach NP-Informationen schiebt der Fußballer einen Berg von Unterhaltsschulden vor sich her.

Sein Anwalt brachte gestern vor, dass sein Mandant fünf weitere Kinder im Alter von drei bis acht Jahren habe und zuletzt beim KFC Uerdingen 1000 Euro netto im Monat verdient habe.
Die Mutter glaubt das alles nicht. Sie habe sogar die Zahl der Kinder bestritten, so Gerichtssprecher Buck. Sie meint, dass der Kicker als Trainer Geld verdienen könne und in der Vergangenheit attraktive Angebote vom FSV Frankfurt und 1860 München ausgeschlagen habe. Ferner habe der Vater ihrer Tochter eine GmbH gegründet: das Modelabel „Mo, The Lion“. Für die Gesellschaftsgründung braucht man gemeinhin ein Einlagevermögen (auch Sachwerte) in Höhe von 25  000 Euro. Die Mutter erwähnte auch, dass sich ihr Ex kürzlich in Düsseldorf für 3000 Euro Schuhe gekauft habe.

Der Familienrichter schlug den Parteien ein Remis vor. Mo Idrissou soll künftig 340 Euro monatlich für seine Tochter zahlen. Laut Gerichtssprecher sei die Mutter damit einverstanden gewesen. Der Anwalt des Ex-Profis habe aber auf die fünf anderen Kinder verwiesen und damit durchblicken lassen, dass die Summe zu hoch sei.

Am 25. November will der Familienrichter entscheiden, wie es in dem Verfahren weitergeht. Bis dahin können sich die Parteien auf eine Unterhaltssumme einigen. Passiert das nicht, muss Idrissou erklären, wie viele Kinder er hat, wie hoch sein Einkommen ist und wie sein fiktives Einkommen aussehen könnte.

Thomas Nagel


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