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Meine Stadt Westen der Region soll Jobwunder werden
Hannover Meine Stadt Westen der Region soll Jobwunder werden
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00:22 09.10.2015
90 HEKTAR: Das künftige Logistik-Areal in Wunstorf soll hier entstehen. 50 Millionen Euro wird allein die Erschließung kosten. Foto: Sielski Quelle: sp / Sielski
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Hannover

"Endlich habe ich etwas zu bieten.“ Auf der Immobilienmesse Expo Real in München war Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region, so gefragt wie schon lange nicht mehr. Die ersten Investoren fragen an für freie Logistikflächen. Im Westen der Region soll ein Jobwunder passieren. Mehr als 1000 neue Arbeitsplätze, so die Erwartung, werden dort entstehen.

„Die Bebauungspläne sind in Arbeit. Mitte kommenden Jahres könnten die Flächen schon zur Verfügung stehen“, meldet Franz. In Wunstorf-Süd wird er Interessenten dann 90 Hektar (900 000 Quadratmeter) bieten - mit Anschluss an Straße, Schiene und Kanal. „Die Stadt Wunstorf und die Hannover-Region-Grundstücksgesellschaft (HRG) gründen am Montag eine Entwicklungsgesellschaft“, berichtet HRG-Chef Mattias Böhle. Das werde die Ansiedlung vereinfachen - für alle Seiten.

Allein die Erschließung des Areals in Wunstorfs kostet laut Böhle 50 Millionen Euro. Über mögliche Investitionssummen will er nicht reden. Aber zum Vergleich: Für den A-2-Logistikpark in Garbsen, geplant auf einer Fläche von 7,5 Hektar, sieht Projektentwickler Gregor Baum ein Volumen von knapp 50 Millionen vor.

Zusätzlich zur Fläche in Wunstorf sieht die Region Logistikansiedlungen im benachbarten Barsinghausen (37 Hektar) und in Laatzen-Ost (30 Hektar) vor. Naturschutzrechtliche Probleme seien geklärt und intensive politische Diskussionen beendet, meldet Franz. Auch die Archäologen haben ihre Arbeit eingestellt. Auf einer 20 Hektar großen Fläche rechts vor Groß Munzel hatten sie Siedlungsspuren der Germanen entdeckt: Pfostenstellungen für Holz-Lehm-Häuser, Brunnen, Feuerstellen.

Die Region will sich vor allem mit der größten Fläche, in Wunstorf also, Zeit nehmen. Zehn bis 15 Jahre werde es dauern, bis alles belegt sei, schätzt Franz: „Wir legen Standards fest. Uns kommt es auf eine hohe Arbeitsplatzzahl an.“ Noch wichtiger ist ihm jedoch, endlich wieder mitspielen zu können im Wettkampf um große Projekte: „Weil wir keine Flächen bieten konnten, sind mehrere Ansiedlungen woanders gelungen.“ Projektentwickler wichen beispielsweise nach Hildesheim und Osnabrück aus. Sofort vermarktbar sind in der Region 122,4 Hektar Gewerbeflächen, davon 40,5 Hektar in Autobahnnähe.

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