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Milder Winter

Wespenalarm in Hannover

Überall summt und brummt es um einenherum. Im Biergarten, beim Bäcker oder auf dem Maschseefest sind Wespen momentan zur echten Plage geworden. Grund dafür ist der vergangene milde Winter. Auch die Arztpraxen müssen vermehrt Patienten nach Stichen behandeln - viele mit allergischen Reaktionen. Was tun gegen die Biester mit dem Stachel? Durchhalten, bis sie im Oktober den Kältetod sterben.

Hannover. Gemütlich bei Bier und Bratwurst draußen sitzen? Aktuell macht das Essen unter freiem Himmel oft keinen Spaß mehr. Schuld sind die unzähligen Wespen, die um Getränke, Fleisch und Süßes kreisen - und dabei jederzeit zu stechen drohen.

Besonders gefährlich wird das, wenn die Tiere in den Mund fliegen und dort in die Zunge oder Wange piksen. 50 Prozent der Patienten, die wegen eines Wespenstichs in die Krankenhäuser der Diakonischen Dienste kommen, werden mit dem Rettungswagen eingeliefert, weil sie Stiche in der Zunge oder eine allergische Reaktion haben. „Im Henriettenstift haben wir aktuell vier bis fünf Patienten mit Stichen, im Friederikenstift sind es zwei oder drei pro Tag“, sagt Sprecherin Maren Salberg. Auffällig sei, dass es immer häufiger zu allergischen Reaktionen komme und immer mehr Unsicherheiten bei Patienten auftauchten.

In der Medizinischen Hochschule waren es vergangene Woche nur drei Fälle. Auch im Klinikum Nordstadt hat es laut Sprecher Bernhard Koch keine Häufung gegeben. Er weist aber darauf hin, dass Patienten angewiesen sind, den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung zu nutzen, sich also vom Hausarzt behandeln zu lassen. Die Praxen sind nicht verpflichtet, entsprechende Fälle zu melden. Der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, Detlef Haffke, sagt, es seien „in den vergangenen Tagen erheblich mehr Patienten mit stärkeren allergischen Reaktionen nach Wespenstichen als sonst behandelt“ worden. Und weiter: „In erster Linie suchen Patienten die Arztpraxis auf, wenn der Körper ungewohnt reagiert.“ Meist zeige sich das an einer gesteigerten örtlichen Reaktion, bei der etwa die Stichstelle stark anschwillt und juckt.

Um die Wespen zu vertreiben, setzen viele auf Hausmittel. „Wir haben Kaffeepulver in kleine Schalen gefüllt und verbrennen es, um sie abzuschrecken“, sagt Jule Duda, Gastronomische Leiterin des Hamborger Veermasters beim Maschseefest. Dort schwirren die Insekten vor allem um Getränke. Weil die Insekten mit Süßem ihren Energiebedarf decken, gehören sie auch in Bäckereien zum Alltag. „Sie lassen sich nicht vermeiden“, sagt Marion Borchers von der Bäckerei Borchers in der Südstadt, „da hilft nur Ruhe bewahren.“

Die Expertentipps

Ruhe bewahren. Bloß nicht anfangen, wild herumzufuchteln, das macht die Tiere nur nervös, und dann fühlen
sie sich bedroht und stechen. Stattdessen langsame Bewegungen machen und die Wespen wegjagen. 

Alles, was stinkt, mögen diese Insekten auch nicht, etwa Gewürznelken oder Benzin.

Keinen Kuchen oder Grillfleisch abgeben - das lockt nur mehr Tiere an.

Nicht totschlagen - Sie sind mit Abstand die besten Mücken- und Fliegenjäger. Da kann keine Chemie mithalten.

Kühlen ist gut gegen den Schmerz nach einem Stich. Dann den Stachel herausziehen und schnell eine Zwiebel auf die Einstichstelle reiben. Die zerstört die Duftstoffe der Wespe und lockt keine weiteren Tiere mehr an.

Wer allergisch ist oder ungewöhnliche Reaktionen auf einen Stich zeigt, sofort zum Arzt.


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
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     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok