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Meine Stadt Wenn aus Feuerwehrleuten Tierretter werden
Hannover Meine Stadt Wenn aus Feuerwehrleuten Tierretter werden
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18:59 30.03.2013
Pony in Treckerreifen gefangen. Quelle: Feuerwehr Hannover
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Hannover

Ob das Pony im Treckerreifen, das Kalb auf dem Sportplatz oder die Katze auf dem Hausdach: Feuerwehren und Tierschutzvereine retten in Niedersachsen jedes Jahr tausende Tiere. In Göttingen rückte die Feuerwehr nach Angaben von Stadtsprecher Detlef Johannson 281 mal aus. In Hannover kam es gar zu 1400 Tierrettungseinsätzen, teilt Michael Hintz von der Feuerwehr Hannover mit.

Zur Ausrüstung der geschulten Tierretter gehören unter anderem ein Narkosegewehr und schweres Hebegeschirr. Auf der Liste der geretteten Tiere stehen Pferde und Dachse, aber auch Vogelspinnen und Leguane. 70 Prozent der Einsätze in Hannover seien jedoch blinder Alarm, meint Michael Hintz. Etwa der angeblich festgefrorene Schwan, der sich dann doch von allein befreien konnte. "Oder der Tierbesitzer entscheidet sich doch gegen eine Rettung." Denn bezahlen müsse den Einsatz der Tierhalter.

Es komme tatsächlich nicht selten vor, dass die Besitzer die Kosten des Einsatzes nicht übernehemen wollen, gibt Markus-Björn Peisker, Pressesprecher und Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Lüneburg, zu bedenken. "Aber die klassische Katze auf dem Baum ist nun mal kostenpflichtig", sagt Peisker. Anders verhalte es sich jedoch bei Notfällen. "Ist die Katze im Baum verletzt, schreiben wir in der Regel keine Rechnung."

In Braunschweig werden nie Rechnungen geschrieben, dort sind die Mitarbeiter des Tierheims zuständig für Tierrettungen, sagt Tierheimleiterin Verena Geißler. Bei größeren Einsätzen werde aber die Feuerwehr hinzugezogen. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Tierschutz und manchmal auch Polizei funktioniert gut, bestätigt Vera Steder vom niedersächsischen Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes. "Wir arbeiten Hand in Hand", sagt sie. Denn das Wichtigste, darin sind sich alle einig, sei das Wohl der Tiere.

dpa

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