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Wenn es zu viel regnet und es zu warm ist, ist das für die Glühweinverkäufer auf den Weihnachtsmärkten eher schlecht - auch in Hannover. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Weihnachtsmarkt

Weniger Besucher erwärmen sich für Glühwein

Wenn es zu viel regnet und es zu warm ist, ist das für die Glühweinverkäufer auf den Weihnachtsmärkten eher schlecht. Aber statt heißem Glühwein verkaufen die Stände dafür dann eben kaltes Bier.

Hannover/Osnabrück. Milde Temperaturen, Schmuddelwetter: Die Bilanz der Glühweinstandbetreiber auf vielen Weihnachtsmärkten sieht bislang durchwachsen aus. "Dass die Temperaturen zurzeit den Glühweinständen nicht besonders entgegenkommen, das ist klar", sagt der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute, Hans-Peter Arens. Wegen der jüngsten Terrordrohungen sei der Besuch auf den Weihnachtsmärkten ohnehin etwas verhalten. Hoffnung setzen die Glühweinstandbetreiber darin, dass es in den verbleibenden Tagen etwas kälter werden soll.

"Es gibt Tage, da war es einfach zu warm", sagt Marion Welte, die auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt Glühwein ausschenkt. "Da haben wir eben auch kalte Getränke verkauft." Nachgefragt worden sei Bier oder Wein. Das gleiche Bild sieht man auf dem Weihnachtsmarkt in Hannover. In warmer Pudelmütze und Handschuhen stehen hier die wenigsten an den Glühweinständen, die trotz des warmen Wetters gut gefüllt sind. Was sofort ins Auge fällt: Die vielen Bierflaschen in den Händen der Gäste, die irgendwie nicht richtig ins Bild passen wollen. "Bei den momentanen Temperaturen schmeckt mir Glühwein einfach nicht", sagt Studentin Julia Tönniges. Verbandspräsident Arens sieht es ähnlich: "Das Angebot bei den Glühweinständen hat sich erhöht, und es gibt auch die Möglichkeit, kein Heißgetränk zu sich zu nehmen." Zahlen indes gibt es nicht. "Das sind keine börsennotierten Unternehmen", sagt Arens.

Einer Studie des Deutschen Schaustellerbundes aus dem Jahr 2013 zufolge besuchen im Schnitt jedes Jahr rund 85 Millionen Menschen die Weihnachtsmärkte in Deutschland - aktuellere Zahlen gibt es nicht.

Der Vizepräsident für Marketing beim Schaustellerbund, Michael Hempen, der mit seinem Stand auf dem Oldenburger Weihnachtsmarkt steht, sieht eine Normalisierung der Besucherentwicklung. Zu Beginn der Weihnachtsmarktsaison sei es wetterbedingt ruhiger gewesen. "Da hat es geregnet, da waren die Gesichter lang, bundesweit." Das habe sich aber gefangen. Die Standbetreiber auf den Weihnachtsmärkten spürten die Auswirkungen des Wetters sofort, sagt auch der Präsident des Landesverbandes Niedersachsen der Markt- und Schaustellerbetriebe, Arthur Armbrecht. Er betreibt Stände in Hannover und in Alfeld. "Drei Grad ist wunderschön, und wir hoffen, dass das Wetter so bleibt", sagt Armbrecht. dpa


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