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Meine Stadt Weltrekordfahrzeug von Hanomag fast fertig
Hannover Meine Stadt Weltrekordfahrzeug von Hanomag fast fertig
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00:25 03.06.2018
DIESEL IM TANK: HDI-Vorstandsmitglied Frank Harting (links) und Horst-Dieter Görg im fast fertigen Nachbau des Hanomag-Weltrekord- fahrzeugs von 1939. Unten links der Zustand 2013, daneben schon „halb bekleidet“ auf einer Probefahrt vor gut einem Jahr. Quelle: Foto:s Wilde/Kostyrko/dpa
HANNOVER

Knapp 16 Jahre sind vergangen, seit auf der IAA in Hannover das Projekt Wiederauferstehung eines Weltrekordwagens gestartet wurde – jetzt ist der Hanomag Rekord fast fertig. Donnerstagabend wurde er im Haus des Versicherers HDI präsentiert.

Aus Sicht von Horst-Dieter Görg, Initiator des Vorhabens, ist es schon „vollendet“, auch wenn noch das Armaturenbrett samt Instrumenten, die Verkabelung, das Fernganggetriebe und die Fenster fehlen – diese Teile sollen binnen acht Wochen eingebaut sein. Grundsätzlich fahrbereit ist das Auto seit 2013, im Herbst 2014 gab es sogar einen Ritt über die Autobahn bei Dessau – dort soll der Weltrekord-Diesel dann im Oktober tatsächlich vollendet über die Straße fliegen.

Der Motor (1,9 Liter Hubraum, 35 PS) ist längst drin, zuletzt kam das „Blechkleid“ auf den Rahmen aus Rohr – Aluminium, mehr gebürstet als poliert, zudem unlackiert. So, wie es damals, 1939 gewesen sein muss, als das in Hannover produzierte Fahrzeug mit 165 Kilometern je Stunde auf der Autobahn bei Dessau vier Weltrekorde aufstellte. Das schnittige Fahrzeug der Hanomag hatte damals den Zweck, dem Dieselmotor zu besserem Ansehen zu verhelfen. Dafür wurde ein Serien-Hanomag namens Rekord auf Rekord getrimmt, sein Motor hochgejazzt, sein Blechkleid fein und windschlüpfrig frisiert, Stahl durch Aluminium ersetzt. Da rieben sich Citroën und Mercedes-Benz, die anderen Serien-Diesel-Hersteller dieser Zeit, die Augen.

Motor, Achsen, Getriebe und der Kastenprofilrahmen sind Originalteile aus der Serien-Rekordproduktion – gefunden in einer Aachener Sammlung. Der Rest ist Nachbau, betrieben von der Hanomag-Interessengemeinschaft und dem Arbeitskreis Technik- und Industriegeschichte in der Region Hannover auf Basis weniger erhaltener Fotos und Zeichnungen. Insgesamt, sagt Görg, habe man schon 250 000 Euro in den Weltrekordwagen gesteckt – aber erst 200 000 davon finanziert. Fehlen also noch 50 000 Euro … Görg: „Ich bin traurig, dass wir aus Hannover so wenig Unterstützung kriegen – das ist wie beim Jatho-Projekt“ (Rekonstruktion eines Motor-Flugapparats des hannoverschen Erfinders Karl Jatho). Dabei soll das Fahrzeug künftig „als Botschafter für Hannover“ durch die Lande ziehen, soll auf „ausgewählten Veranstaltungen, nicht auf jedem Jahrmarkt“ gezeigt werden.

Von Ralph Hübner

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