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Meine Stadt Weil nennt Zeitplan für Rückzug aus dem Rathaus
Hannover Meine Stadt Weil nennt Zeitplan für Rückzug aus dem Rathaus
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06:16 20.10.2012
Am Schreibtisch: OB Stephan Weil. Quelle: rainer droese
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Hannover

Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) will sein Amt im Rathaus noch bis zum Jahresende ausüben und erst danach „Wahlkampf-Urlaub“ für die Landtagswahl machen.

„In der Vorweihnachtszeit und zwischen den Jahren haben die Leute anderes im Kopf als Politik“, erklärte Weil gestern. Er hat als Herausforderer von Ministerpräsident David McAllister Anspruch auf zwei Monate unbezahlten Urlaub vor der Wahl am 20. Januar. Den Sonderurlaub wolle er auch vorsorglich beantragen, er gehe aber davon aus, dass er ihn nicht voll benötigen werde. Zunächst wolle er noch seinen regulären – bezahlten – Jahresurlaub mit rund zehn Tagen aufbrauchen.

2013 werde er sich auf den Wahlkampf konzentrieren. Allerdings kündigte Weil gestern schon an, mindestens noch zwei wichtige Termine als Oberbürgermeister wahrnehmen zu wollen: Den Neujahrsempfang der Stadt und die Eröffnung des Schlosses in Herrenhausen, zwei Tage vor der Landtagwahl. Auch Ministerpräsident McAllister wird erwartet.

Weil ist derzeit zwar höchster Repräsentant und Verwaltungschef, allerdings arbeiten bei der Stadt noch rund 10000 weitere Beschäftigte. Der OB ging jedenfalls davon aus, „dass die Stadt die Interimsphase gut überstehen wird“. Die Verwaltung sei eingespielt, auch bislang habe es durch den Wahlkampf keine Verzögerungen im Betrieb gegeben: „Mein Schreibtisch ist wirklich sauber, da bleibt nichts liegen.“

Weil muss den Rathausschlüssel nach der Wahl am 20. Januar abgeben. Seine repräsentativen Pflichten übernehmen dann die ehrenamtlichen Bürgermeister, die Verwaltungsarbeit die Dezernenten. Marlis Drevermann (Kultur) und Uwe Bodemann (Bau) erhalten keine Zusatzaufgaben, das habe aber keine inhaltlichen Gründe, so ein Stadtsprecher.

CDU-Fraktionschef Jens Seidel forderte gestern: „Weil sollte sich sofort komplett beurlauben lassen.“ Wilfried Engelke (FDP) kritisierte, dass die Presse vor der Politik informiert wurde. Das Thema wird heute im Rat diskutiert.

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