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Kommentar

Weihnachten: Das große Zeichen der Hoffnung

Oh Gott, jetzt auch noch Weihnachten. Kein Tag im Kalender ist stärker aufgeladen mit Ansprüchen und Erwartungen. Harmonie, Geschenke, Gänsebraten.

Wenn da was schiefgeht, wirds für den Familienfrieden gefährlich. Das alles, weil vor gut 2000 Jahren in Bethlehem ein kleiner Junge geboren wurde.

Selbst wenn man diese alte Geschichte mit dem kleinen Jesus nicht glaubt, wunderschön sind die Worte trotzdem. Die Eltern, die nichts Besseres gefunden haben als einen Stall, das Kind in der Krippe, Esel, Schafe, Hirten, dazu die Engel.

Und der himmlische Vater? Hat Gott uns Weihnachten 2015 etwas zu sagen? Das ist Glaubenssache. Er könnte sich jedenfalls gerne lauter zu Wort melden. Oder um es wie beim Fußball zu sagen: Der Trainer könnte sich mal von der Bank ans Spielfeld bemühen und ein paar deutliche Ansagen machen.

Die Welt sieht heute gar nicht nach Weihnachten aus. Die Bedrohungen und Probleme wirken riesig. Die Hoffnung zerbricht dagegen leicht und geht schnell verloren. Angst macht sich breit, auch vor Terror in Deutschland.

Gott und Glaube, das wird heute gerne auch als Kampfbegriff benutzt, zum Beispiel von islamistischen Fanatikern. Aber das Phänomen ist nicht ganz neu. Die meisten deutschen Pastoren haben 1914 glühend für den Krieg gepredigt. „Gott mit uns“ stand bis 1945 auf den Koppelschlössern deutscher Soldaten.

Man muss kein Theologe sein, um zu begreifen, dass das alles, damals und heute, mit Gott nichts zu tun hat. Wer an einen Schöpfer glaubt, muss in sich selbst spüren, dass dieser Schöpfer nicht Krieg, Bomben, Mord und Vergewaltigung verlangt. Wenn es einen Gott gibt, dann kann der nur Frieden wollen - „und den Menschen ein Wohlgefallen“, wie es in der Weihnachtsgeschichte heißt.

Gott wird leider auch heute nicht dazwischenhauen, um Ruhe zu schaffen. Viele Menschen ermutigt er aber, sich einzusetzen, wo Hilfe nötig ist. Der Glaube, dass es mehr gibt als das, was man sieht oder zählen kann, lässt auch große Krisen nicht unlösbar wirken.

Mögliche Krisen im weihnachtlichen Wohnzimmer lassen sich vielleicht entschärfen, wenn jeder zwei christliche Grundwerte im Hinterkopf hat: Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Der Anspruch auf Perfektion ist hingegen fehl am Platze.

Im Stall von Bethlehem wars auch nicht perfekt. Aber kann es ein größeres Hoffnungszeichen geben als ein neugeborenes Kind? Das galt vor 2000 Jahren in Bethlehem, das gilt heute in Hannover.

Die Neue Presse wünscht Ihnen allen frohe Weihnachten. Und vor allem friedliche.


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