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Meine Stadt Wegen schlechter Luft: Deutsche Umwelthilfe verklagt die Stadt
Hannover Meine Stadt Wegen schlechter Luft: Deutsche Umwelthilfe verklagt die Stadt
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00:19 11.11.2017
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe mit einem Verkehrverbotsschild mit der Aufschrift „Gilt für Diesel". Quelle: Marijan Murat/dpa
Hannover

Dies teilte der Geschäftsführer Jürgen Resch am Mittwoch mit. Am Donnerstag will die DUH eine Pressemitteilung verschicken, denn neben Hannover verklagt die Organisation noch zwei weitere Städte.

Insgesamt hat sie 16 Klagen am Laufen. „Unsere Klage richtet sich formal zwar gegen die Stadt Hannover, doch unser Ziel ist es, den Druck auf das Land zu erhöhen, denn das lässt den Bürger im Dieseldunst stehen“, so Resch. Die Landesregierung mit ihrer „ex­ponierten VW-Orientierung“ tue zu wenig, um auf den Autobauer einzuwirken,  Dieselfahrzeuge auf den Markt zu bringen, die die Abgasnorm erfüllen.

Die Umwelthilfe sieht sich in ihrem Kampf gegen hohe Stickoxidwerte in den Städten auf dem Vormarsch. Ge­gen acht Kommunen hat die DUH bereits gewonnen, etwa für Düsseldorf, München und Stuttgart Entscheidungen erwirkt, die konkrete Diesel-Fahrverbote ab dem kommenden Jahr vorsehen – als einzige vom Gericht als wirksam angesehene Maßnahme, damit die Grenzwerte eingehalten werden.

Hannover gehört laut dem Verband zu den Städten in Deutschland, die mit am höchsten belastet sind – und gleichzeitig zu den schwierigsten, weil die Stadt das Problem  nur sehr zögerlich angehe. In Hannover wird der Grenzwert um mehr als zehn Prozent überschritten. „Wir fordern die Einhaltung der Jahresmittelwerte, wie sie seit 2010 verbindlich sind. Die Klagen dienen uns als  Druckmittel“, so Resch.

Von Andreas Voigt

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