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AKTUELLER STAND: Das alte Conti-Gelände auf dem die Wasserstadt gebaut werden soll.

AKTUELLER STAND: Das alte Conti-Gelände auf dem die Wasserstadt gebaut werden soll.
 © Tim Schaarschmidt

Stadtbau

Wasserstadt: Zu teuer für Sozialwohnungen?

Kritik an hohen Grundstückspreisen in der Wasserstadt. SPD warnt sogar vor Stillstand des Projektes.

Hannover.  Wohnungen für jeden Geldbeutel sollte es in der Wasserstadt Limmer geben. Eine zentrale Forderung, die sich aus dem Bürgerdialog zu dem Großprojekt ergeben hatte. Ob sie umgesetzt werden kann, erscheint allerdings fraglich. Nach Informationen der NP verlangt Eigentümer Günter Papenburg für große Teile des Baugebietes mehr als 700 Euro pro Quadratmeter.

„Wir haben die Sorge, dass bei diesen Preisen keine Durchmischung stattfinden kann“, sagt Rainer Grube, Bezirksbürgermeister von Linden-Limmer. Er fordert eine Senkung der Grundstückspreise. „Die Wasserstadt ist nicht die Hafencity in Hamburg“, kritisiert er.

Auch in der SPD im Rat macht sich angesichts dieser Preisforderungen Unmut breit. 20 Prozent Sozialwohnungen seien unter diesen Umständen nicht umsetzbar. Wegen der hohen Kosten hätten schon Interessenten abgewunken. Deshalb drohe nun Stillstand. „Alle warten, wie es im ersten Bauabschnitt läuft. Und wenn das nicht voran geht, wird das so schnell nichts mit dem zweiten und dritten Bauabschnitt, heißt es aus der SPD.

Martin Pietsch, neben Papenburg Geschäftsführer der Wasserstadt Limmer GmbH, verweist auf „großes Interesse“ an der Wasserstadt. Mit der Vermarktung sei man schon „sehr weit“. Auch würden nicht alle Grundstücke jenseits der 700 Euro pro Quadratmeter angeboten. „Das Preisgefüge ist ganz unterschiedlich und hängt von der Lage und der Erschließung ab“, sagt er.

Gleichwohl sei die Wasserstadt auch „kein ganz günstiges Projekt“. Die Sanierung der Fläche habe viel Geld gekostet. Auch trieben Forderungen aus dem Bürgerdialog wie breitere Uferzonen und eine weniger dichte Bebauung die Preise nach oben. Zu den geforderten 20 Prozent sozialen Wohnungsbau stehe man. Allerdings benötige man auch teurere Wohnungen, um das quersubventionieren zu können, so Pietsch.

Rund 150 Wohnungen will die städtische Wohnungsgesellschaft Hanova (früher GBH) in der Wasserstadt auf drei Baufeldern errichten. Allerdings laufen die Verhandlungen noch. Hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus hofft auf einen „akzeptablen Preis, bei dem preisgedämpfter Wohnungsbau realisiert werden kann“.

Von C. Bohnenkamp


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