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Meine Stadt Was ist neu im Schuljahr 2015/16?
Hannover Meine Stadt Was ist neu im Schuljahr 2015/16?
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10:06 27.08.2015
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Hannover

Niedersachsen kehrt zum Abitur nach 13 Jahren zurück. Die Schüler erhalten damit insgesamt mehr Zeit zum Lernen, so wie bisher bereits an den Integrierten Gesamtschulen. Dafür wird nach den Sommerferien zunächst der Unterricht in den Klassen fünf bis acht umgestellt. Der erste Jahrgang nach dem neuen System wird 2021 Abitur machen. Die jetzigen Schüler in den höheren Klassen legen weiterhin das Abitur nach zwölf Jahren ab.

Die inklusive Schule wird weiterentwickelt. Schülerinnen und Schüler mit und ohne Förderbedarf sollen damit noch intensiver als bisher gemeinsam unterrichtet werden. Neben den Jahrgängen eins und zwei sowie fünf und sechs haben künftig auch Schüler der Jahrgänge drei und sieben einen Rechtsanspruch auf inklusiven Unterricht. Das Land investiert dafür bis 2018 rund 1,1 Milliarden Euro, unter anderem für rund 1.700 neue Lehrkräfte sowie für Fort- und Weiterbildung.

Islamische Lehrerinnen dürfen künftig mit Kopftuch unterrichten. Dies war bisher nur im Islamischen Religionsunterricht möglich. Die Landesregierung ändert ihre Auslegung des Schulgesetzes und folgt damit einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes. Eine Änderung des Wortlauts im Schulgesetz ist aus Sicht des Kultusministeriums nicht nötig. Die veränderte Auslegung wird den Schulen per Erlass mitgeteilt.

Das Land bekommt 87 neue Ganztagsschulen. 65 Grundschulen, neun Oberschulen, sieben Gesamtschulen, drei Gymnasien, zwei Realschulen und eine Förderschule starten mit einem Ganztagsangebot ins neue Schuljahr.

Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien unterrichten künftig wieder in der Regel 23,5 Stunden pro Woche statt wie bisher 24,5 Stunden. Das Land setzt damit ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg um.

Die Schullaufbahn-Empfehlung nach der vierten Klasse entfällt und wird durch eine Beratung der Eltern durch die Grundschule ersetzt.

Schulträger wie Städte oder Landkreise müssen künftig neben einer Gesamtschule nicht mehr zwingend Haupt- und Realschulen führen. Wenn Schüler unter zumutbaren Bedingungen ein Gymnasium in der Nähe besuchen können, entfällt für sie auch die Pflicht, ein Gymnasium zu unterhalten.

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