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Meine Stadt Warnstreiks: Das wissen wir
Hannover Meine Stadt Warnstreiks: Das wissen wir
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14:44 22.04.2016
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Hannover/Berlin

Das Wissen wir zum Warnstreick:

Verdi: Mittwoch werden Flughäfen bestreikt

An mehreren deutschen Flughäfen ist laut der Gewerkschaft Verdi wegen Warnstreiks am kommenden Mittwoch mit starken Verzögerungen und massiven Flugausfällen zu rechnen.

Hannover. Betroffen sein sollen die Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund und Hannover-Langenhagen, teilte Verdi am Freitag in Berlin mit. Mit den Ausständen will Verdi den Druck im Tarifstreit um den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen erhöhen. Die Gewerkschaft verlangt sechs Prozent mehr Geld. Bestreikt werden sollen etwa Bodenverkehrsdienste, Check-In, Werkstätten und Luftsicherheitskontrolleure.

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Streik in Hannover: Messe und MHH mit Pendelverkehr

Die Messeorganisatoren in Hannover reagieren auf die geplanten Warnstreiks im Öffentlichen Dienst: Am kommenden Dienstag soll ein eigener Busservice für die Besucher eingerichtet werden, teilte die Messe am Mittwoch mit.

Hannover. Mit angemieteten Bussen sollen sie im 30-Minuten-Takt von verschiedenen Haltestellen in der Stadt zur Messe fahren können. Die Stationen sollen rechtzeitig auf der Messehomepage bekannt gegeben werden. Auch vom Hauptbahnhof gebe es eine Verbindung zum Veranstaltungsgelände, hieß es. Hintergrund ist, dass die Gewerkschaften am Dienstag auch das Hannoversche Verkehrsunternehmen Üstra bestreiken wollen. Sämtliche Busse und Stadtbahnen sollen im Depot bleiben.

Davon ist auch die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) betroffen. Dort soll es am Dienstag ebenfalls einen kostenlosen Pendelverkehr mit eigenen Bussen zwischen der S-Bahn-Station Karl-Wiechert-Allee und dem Campus geben. Die CDU-Fraktion im Landtag äußerte sich empört über die Streikpläne der Gewerkschaften. Das zu erwartende Verkehrschaos bedeute einen schweren Schlag für den Wirtschafts- und Messestandort Hannover. S-Bahnen fahren zwar. Allerdings saniert die Deutsche Bahn während der Messewoche die Schnellfahrtstrecke zwischen Hannover und Kassel. Auch davon sind viele Besucher betroffen.

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Hannover: Warnstreik legt Hannover lahm

Der City droht am kommenden Dienstag (26. April) ein Verkehrskollaps. Verdi ruft zum Warnstreik auf – mit der Folge, dass nicht nur die Busse und Bahnen der Üstra in ihren Depots bleiben.

Hannover. Weil wahrscheinlich weit mehr als 1000 Teilnehmer zur Kundgebung auf dem Trammplatz um 11 Uhr ziehen, dürften auch Autofahrer betroffen sein. – zumal die Üstra ihre Fahrgäste bittet, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. S-Bahn, RegioBus, metronom, Erixx und Westfalenbahn fahren wie gewohnt. Ihre Mitarbeiter fallen nicht unter den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes.

Eltern, deren Kinder in eine städtische Kita gehen, müssen sich darauf einstellen, am Dienstag vor geschlossenen Türen zu stehen. Bei frühereren eintägigen Warnstreiks, bestätigt Karin Gödecke als Vorsitzende des Gesamtpersonalrates der NP, habe es keine Notdienste gegeben. Man muss sich also auf geschlossene Kitas einstellen.

Der Stadt liegen nach Auskunft ihres Sprechers Andreas Möser noch keine Angaben darüber vor, in welchen Bereichen konkret zum Warnstreik aufgerufen werden soll. „Zwischen Verwaltung und Gewerkschaft ist generell vereinbart, dass eine konkrete Information spätestens drei Tage vor einem geplanten Warnstreik an die Stadtverwaltung erfolgt.“ Mögliche Betroffene würden dann unterrichtet.

Es könnte sein, dass Stadionbad, Stöckener Bad, Nord-Ost-Bad und Vahrenwalder Bad am Dienstag geschlossen bleiben, dass die Bürgerämter nur eingeschränkt arbeiten, das Standesamt einen Notdienst einrichtet. Ob die Kraftfahrzeugzulassungsstelle und das Fundbüro öffnen, steht bisher nicht fest.

Auch im Abfallwirtschaftsbetrieb aha sind die Warnstreikfolgen noch nicht klar. Verhandelt wird über eine Notdienst- und Nachholvereinbarung. Deponien und Betriebshöfe sind sehr wahrscheinlich am Dienstag dicht. Regionsweit wird die Müllabfuhr ausfallen – und sich sehr wahrscheinlich dann bei den darauf folgenden Abfuhrterminen der Woche um einen Tag verschieben.
Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst läuft am 28. und 29. April in Potsdam. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr, die Arbeitgeber haben drei Prozent mehr für zwei Jahre angeboten.

In den Krankenhäusern des Klinikums Region Hannover (KRH) kam es schon am Donnerstag zu Streiks.

Den Beschäftigten geht es beim Protest nicht nur um ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Geld, sondern sie wollen auch auf die schwierigen Arbeitsbedingungen aufmerksam machen. „Es fehlt an Personal, die Beschäftigten sind überlastet und stehen unter permanentem Zeitdruck“, sagt Verdi-Sekretärin Brigitte Horn, „die Beschäftigten brauchen eine echte Verbesserung.“

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