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Meine Stadt Warnstreik: Chaos in Hannover droht
Hannover Meine Stadt Warnstreik: Chaos in Hannover droht
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23:57 07.02.2010
Die Üstra warnte schon am Sonntag: Montag fahren weder Busse noch Bahnen Quelle: Wilde
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Ganztägig bleiben Busse und Bahnen in Hannover, Braunschweig, Wolfsburg und Göttingen im Depot, in Hildesheim soll es zu Einschränkungen kommen, kündigte die Gewerkschaft Verdi an. Zur zentralen Großkundgebung mit Verdi-Chef Frank Bsirske in Hannover erwartet die Gewerkschaft mehr als 10 000 Teilnehmer. Die Gewerkschaften fordern ein Plus von insgesamt fünf Prozent. Die Arbeitgeber halten das für zu viel.

Zwei Tage vor Beginn der nächsten Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ist Niedersachsen damit ein Schwerpunkt der bundesweiten Warnstreikaktionen im öffentlichen Dienst. Auch in Bremen, Brandenburg, Berlin, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen soll es voraussichtlich Warnstreik-Aktionen geben. In Hannover wollen die Gewerkschafter vor der zentralen Großkundgebung auf dem Opernplatz in drei Demonstrationszügen mit Trillerpfeifen und Plakaten durch die Innenstadt ziehen.

Aus Gewerkschaftssicht sind die Gesamtforderungen von fünf Prozent berechtigt und angemessen. In ihnen sind sowohl Lohnerhöhungen als auch neue Altersteilzeit-Regelungen und bessere Perspektiven für Auszubildende berücksichtigt. Würden sie erfüllt, bedeute dies Gesamtkosten für die Kommunen von 3,7 Milliarden Euro. Entlassungen, wie von Arbeitgeberseite angedroht, sind laut Verdi nicht nötig, um die Kosten zu decken.

Viel Kritik an den ganztägigen Protestaktionen von Beschäftigten bei Bund und Kommunen kam auch aus der Politik. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) kritisierte die offensive Strategie der Gewerkschaften. Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) forderte von Verdi, auf den Warnstreik im Nahverkehr in Hannover zu verzichten. Auch Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil und der Kieler Oberbürgermeister Torsten Albig (beide SPD) hatten die Tarifforderungen als „falsch“ bezeichnet, da sie „weit über das Ziel“ hinausschießen würden und die Kommunen vor einem „noch nie dagewesenen Scherbenhaufen“ stünden. lni

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