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Meine Stadt Vulkanasche legt Flughafen Hannover lahm
Hannover Meine Stadt Vulkanasche legt Flughafen Hannover lahm
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12:33 16.04.2010
Der Flughafen Hannover wurde am Donnerstag gegen 21 Uhr geschlossen. Quelle: Dröse
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Hannover. Gigantische Aschewolken eines isländischen Vulkans haben am Donnerstag den Flugverkehr in weiten Teilen Europas lahmgelegt. Zahlreiche Länder stellten ihren Flugbetrieb komplett ein, auch in Deutschland fielen Flüge aus. Am Abend wurden auf den Flughäfen in Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover sämtliche Starts und Landungen bis auf weiteres ausgesetzt; in der Nacht sollte die Aschewolke Frankfurt am Main erreichen.

Voraussichtlich bis acht Uhr am Freitagmorgen sollte der Flugverkehr in Hamburg, Berlin, Bremen und Hannover ruhen, wie eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung am Abend sagte. Ein Sprecher des Flugahfens Hannover wollte jedoch nicht ausschließen, dass sich die Sperrung bis zum Mittag hinziehen könnte. Insgesamt waren in Langenhagen 30 Landungen und ebenso viele Starts betroffen.

Der norddeutsche Luftraum war jedoch nicht offiziell gesperrt worden. Die Deutsche Flugsicherung hatte vom Bundesverkehrsministerium die Anweisungen erhalten, keine Freigaben für Flüge in von der Aschewolke betroffene Gebiete zu erteilen.

In Großbritannien, Irland, Belgien, den Niederlanden und mehreren skandinavischen Ländern wurde der Flugbetrieb komplett eingestellt. Der Flugverkehr über Großbritannien sollte mindestens bis Freitagmittag gesperrt bleiben. Auf den belgischen Flughäfen sollte der Verkehr sogar bis Freitagabend stillstehen. Auch in Norwegen, Dänemark und Schweden wurden alle Flughäfen geschlossen. Ein Flugverbot gab es auch in Finnland.

Island

In Frankreich wurden bis zum Abend insgesamt 25 Flughäfen dicht gemacht oder standen vor der vorübergehenden Schließung. Polen riegelte den Norden seines Luftraums ab. Spanien sagte nach Angaben der nationalen Luftfahrtbehörde mehr als 450 Starts und Landungen ab. An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main waren bis zum Nachmittag 140 Flüge gestrichen worden.

Mit bis zu 6000 gestrichenen Flügen fielen in ganz Europa fast ein Fünftel aller Flüge aus, wie die europäische Luftfahrtbehörde Eurocontrol mitteilte. Sie registriert normalerweile rund 28.000 Flüge am Tag. Die Beeinträchtigungen könnten demnach zwei Tage andauern. Am Freitag drohte jedem zweiten Flug zwischen Europa und den USA die Streichung.

Nach dem Ausbruch eines Vulkans unter dem isländischen Gletscher Eyjafjalla am Mittwochmorgen war eine gewaltige Aschewolke über Europa hinweggezogen. Experten zufolge kann die Vulkanasche, die sich in einer Höhe von sechs Kilometern befindet, die Triebwerke der Flugzeuge beschädigen und zudem die Sicht der Piloten beeinträchtigen.

Auf Island selbst war der Luftverkehr nicht beeinträchtigt. Der Wind habe die Aschewolke vollständig weggetrieben, sagte Hjordis Gudmundsdottir von der isländischen Luftfahrtbehörde. Der Ausbruch vom Mittwoch war bereits der zweite schwere Vulkanausbruch auf Island innerhalb eines Monats. Am Donnerstagabend wurden bis zu 800 Menschen vor einer Flut von Gletscherwasser in Sicherheit gebracht. afp

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