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Meine Stadt Vorsicht, die Zecken kommen
Hannover Meine Stadt Vorsicht, die Zecken kommen
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13:48 07.07.2015
KRANKHEITSÜBERTRÄGER: Kinder und Haustiere sollten aktuell regelmäßig nach Zecken abgesucht werden.
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Hannover

Zecken mögen die feucht-warme Witterung derzeit und sind aus diesem Grund besonders aktiv. Das erhöht die Gefahr, sich mit Krankheiten wie Borreliose anzustecken.

"Die Zahl der Zeckenstiche in Niedersachsen hat zugenommen", sagte Masyar Monazahian, Virologe beim niedersächsischen Landesgesundheitsamt. In den vergangenen Tagen hätten sich einige besorgte Bürger bei der Behörde gemeldet.

Die häufigste von Zecken übertragene Krankheit in Deutschland ist die Lyme-Borreliose. In Niedersachsen tragen etwa 20 bis 30 Prozent der Zecken diese Bakterien in sich.

Borreliose wird in der Regel mit Antibiotika behandelt. Eine vorbeugende Impfung gibt es nicht.Die ebenfalls von Zecken verursachte Hirnhautentzündung FSME ist weit gefährlicher. Es gibt Risikogebiete, wo der FSME-Erreger besonders stark verbreitet ist. "Wer nach Bayern, Baden-Württemberg oder auch nach Schweden, Norwegen oder Dänemark reist, sollte sich in jedem Fall schützen", sagte Masyar Monazahian, Virologe beim niedersächsischen Landesgesundheitsamt.

Auch im heimischen Garten ist übrigens niemand vor Zecken sicher. Die Parasiten meiden nur frisch gemähten Rasen oder dichten Wald. Aber: "Es ist ein Irrglaube, dass Zecken von den Bäumen fallen", sagte der Virologe.

Ein Stich lässt sich durch Zeckenschutzmittel vorbeugen. "Am besten das Mittel alle zwei Stunden auftragen", rät Monazahian. Nach dem Aufenthalt im Grünen sollte sich jeder absuchen und die Kleidung ausschütteln. Die Zecken bleiben unter Umständen selbst im Haus, wenn man die Kleidung sofort wäscht. Die Krabbeltiere können schwimmen und überleben sogar einen 40-Grad-Waschgang.

Was tun, wenn sie eine Zecke gebissen hat? Wie entfernt man eine Zecke richtig?

So wird's gemacht: Die Zecke fasst man mit einer Pinzette so nah wie möglich an der Haut und zieht sie mit gleichmäßiger Geschwindigkeit entgegen der Strichrichtung heraus. Die Wunde sollte man im Anschluss gründlich desinfizieren, empfiehlt die BZgA.

So besser nicht: Die Zecke darf beim Entfernen nicht zerquetscht oder gedrückt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass mit Erregern infizierter Speichel schneller übertragen wird. Das Spinnentier darf ebenfalls nicht, wie manchmal empfohlen, mit Nagellack, Klebstoff oder Öl bedeckt werden. Solche Maßnahmen helfen nicht, warnt die BZgA.

Kniffe und Tricks: Krabbelt die Zecke noch herum, hilft Klebeband beim Einfangen, empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).Den Tag, an dem die Zecke bemerkt wurde, und die Verweildauer sollte man notieren. Wenn sich die Haut an oder in der Nähe der Stichstelle rötet, Fieber oder Kopfschmerzen auftreten, geht man am besten möglichst schnell zum Arzt.

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