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DICHT AN DICH: In der Bahn stehen zahlreiche Schüler eng beieinander.

DICHT AN DICH: In der Bahn stehen zahlreiche Schüler eng beieinander.
 © Florian Petrow

Öffentliche Verkehrsmittel

Volle Bahnen: Schüler sind genervt

Die 7:21-Uhr-Fahrt der Linie 6 ist während der Schulzeit proppevoll. Das Gedränge nervt die Schüler. Manche haben schon Bahnen verpasst, weil sie nicht mehr reinkamen. Unsere Redakteurin hat sich das Gedränge angeschaut.

Hannover.  Schon bevor Emily (15) morgens die Sophienschule erreicht, ist ihre Laune im Keller. Schuld daran ist die tägliche Fahrt mit der Linie 6 von Bemerode in Richtung City. Mehrere Eltern hatten sich in den vergangenen Tagen bei der NP gemeldet und die gefährlich überfüllten Wagen am Morgen beklagt. Gestern machte die NP selber den Test – in Begleitung von Stadtbahnchef Johannes Gregor.

7.15 Uhr, Haltestelle August-Madsack-Straße. Die ersten Schüler trudeln am Bahnsteig ein. Julius (10) und Lennart (11) sind auf dem Weg zur Bismarckschule. Beide fahren nur im Notfall mit der Bahn. Warum? „Weil es einfach viel zu voll ist. Ab Aegi ist es kaum auszuhalten“, schildert Julius. An zwei Tagen die Woche ist er auf die Bahn angewiesen, „da muss ich mein Saxophon mitnehmen“. Auch Lennart ist genervt von der Enge in der Linie 6. „Weil die Leute bis zu den Türen stehen, können diese oft nicht schließen. Dann kommt es zu Verspätungen.“

7.21 Uhr: Die Linie 6 rollt ein. An diesem Tag wieder mit drei statt nur mit zwei Waggons. Mehr als ein Dutzend Schüler steigen ein. Schon hier ist die Bahn rappelvoll – die meisten sind Schüler und Pendler. Nur mit Drängen und Aufforderungen, Platz zu machen, schaffen sie es in die Stadtbahn.

„Die Fahrt um 7.21 Uhr ist die mit Abstand am stärksten genutzte auf der Linie 6“, so Gregor. Wegen Bauarbeiten konnte die Üstra hier in den vergangenen zwei Wochen nur Bahnen mit zwei Waggons einsetzen. Die Folge: Noch mehr Gedränge. Gregor: „Das ist bedauerlich, wenn solche Arbeiten auf den Schulstart fallen.“ Gregor weist aber auch darauf hin: „Besonders eng ist es im Eingangsbereich, in den Gängen stehen immer weniger Menschen. Nach dem Motto: Hauptsache ich bin drin, mir doch egal, was mit den anderen ist.“ Der Stadtbahnchef spricht von einer „um sich greifenden Rücksichtslosigkeit“, die er beobachtet.

Auch die neunjährige Mathilda. die zur Tellkampfschule will, gelangt nur mit Schieben in den Stadtbahnwagen: „Manchmal muss man die anderen Fahrgäste anschreien, Platz zu machen. Wir müssen schließlich pünktlich in der Schule sein.“ Hanna (11) berichtet davon, dass sie sogar mal drei Bahnen verpasst hat, weil es so voll war: „Ich bin einfach nicht reinkommen.“

Zurück zu Emily: „Man wird hier echt gequetscht, das ist doch nicht mehr schön. Ich verstehe nicht, warum für den Schülerverkehr nicht einfach doppelt so viele Bahnen eingesetzt werden.“ Wäre das möglich, Herr Gregor? „Möglich ist das natürlich schon, aber viel zu teuer und damit keine realistische Option.“

Von Britta Lüers


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