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Meine Stadt Virtuloft: Die Welt retten in 44 Minuten
Hannover Meine Stadt Virtuloft: Die Welt retten in 44 Minuten
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13:47 28.12.2018
Im Eckladen: Das virtuelle Spielgeschäft findet man ganz real an der Vahrenwalder Straße 38.
Hannover

Wir schreiben das Jahr 3007, sämtliches Leben auf der Erde ist ausgelöscht. In einer Raumstation, irgendwo im Weltall, versuchen vier Freunde, die Zeit zurückzudrehen – und ihren Heimatplaneten zu retten.

So lautet der Plot für die Geschichte, um die es in dem Virtual-Reality-Spiel „Huxley“ geht. Virtual Reality, oder kurz VR, ist möglicherweise die Spiele-Technik der Zukunft – und wird vermutlich auch in vielen anderen Lebensbereichen Anwendung finden. Das „Virtuloft“ ist der erste Anbieter von VR-Abenteuern in Hannover. Im Sommer 2018 eröffnete Gö­khan Canbaz an der Vahrenwalder Straße – und kommt dabei nicht nur bei der Zo­ckergemeinde gut an: „Bei uns sind Männer wie Frauen, VR ist für jeden was.“

Das Prinzip: Die Spieler bekommen eine große, die Augen vollständig abdeckende Brille aufgesetzt, einen kleinen Rucksack mit dem PC auf den Rücken ge­schnallt und zwei Controller in die Hand gedrückt. Das Spielfeld liegt in einem genau abgemessenen Raum – damit man bei der Reise durch die virtuelle Welt nicht gegen eine schmerzhaft reale Wand läuft.

Die NP hat „Huxley“ getestet. Brille auf und los geht’s: Mit meinen drei Mitspielern stehe ich in einer großen Halle, schaue hinab und entdecke meine virtuellen Hände. Auf Knopfdruck schließen sie sich zur Faust – ein ungewohntes und zu­gleich vertrautes Gefühl.

„Huxley“ ist ein VR-Escape-Game. Wer schon mal einen „Escape Room“ besucht hat, kann es sich vermutlich vorstellen: Ziel des Spiels ist es, mehrere Rätsel innerhalb von 44 Minuten zu lösen und am Ende einen Roboter zu be­freien und so die Vernichtung der Erde rückgängig zu machen. Jeder von uns hat einen eigenen Avatar im Spiel: Wir sind als Stier, Fuchs, Eule und Affe unterwegs. Witzig gemacht: Die Avatare sind im Spiel so groß wie in der Realität. Die Mä­dels sind also auch virtuell deutlich kleiner.

Immer wieder schauen wir während des Spiels auf unsere Uhren am virtuellen Handgelenk. Noch fünf Minuten bleiben uns, um den Roboter zu befreien und das Spiel zu gewinnen. Also besser keine Zeit verlieren. Als letzte Aufgabe wartet ein Labyrinth, durch das wir uns navigieren müssen, und dann – 33 Sekunden vor Ablauf der Zeit – haben wir es tatsächlich noch ge­schafft, das letzte Rätsel zu lösen.

Das Blickfeld wird nun schwarz und wir sind plötzlich an einer traumhaften Strandbar mit Blick auf das Meer – die verdiente Belohnung für uns Weltenretter. Zum Abschluss können wir noch mit Pfeil und Bogen auf Ballons schießen, ein spaßiges Bonbon als Nachspiel. Dann kommen die Brillen runter und wir fühlen uns langsam wieder in die Realität hinein. Das dauert einige Minuten. Richtig angekommen im Hier und Jetzt sind wir erst, als wir aus der Tür hinaustreten, wo uns die kühle Dezemberluft empfängt. Ich ziehe den Reißverschluss meiner Winterjacke hoch – und wünsche mich zurück an meine Strandbar.

Von Janik Marx

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