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Meine Stadt Videoreport: Explosion in Hannover
Hannover Meine Stadt Videoreport: Explosion in Hannover
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16:05 29.12.2009
Spurenermittler suchen nach den Gründen für die Explosion in Hannovers Innenstadt, im Café Beit el Sultan in der Goethestraße. Quelle: lni
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Hannover. Ein Knall schreckte die Anwohner auf, innerhalb weniger Minuten breiteten sich Flammen aus: Bei einer Explosion in einem mehrstöckigen Haus in Hannover ist in der Nacht zum Dienstag ein Mensch ums Leben gekommen. Zwei Mieter schwebten nach Angaben der Polizei am Mittag noch in Lebensgefahr. Drei Bewohner, darunter ein siebenjähriges Mädchen, wurden leicht verletzt. Hinweise auf ein fremdenfeindliches Motiv liegen nach Polizeiangaben derzeit nicht vor.

Das Erdgeschoss und der erste Stock des Gebäudes, in dem sich das arabische Café Beit el Sultan befindet, brannten vollständig aus. Die Identität des von den Flammen stark entstellten Todesopfers ist noch unklar. Nach Polizeiangaben handelt es sich nicht um einen Bewohner des Hauses.

Gegen 1.35 Uhr wurden die Anwohner von dem explosionsartigen Knall aufgeschreckt. Sie alarmierten die Feuerwehr. „Innerhalb weniger Minuten standen die ersten beiden Stockwerke in Flammen, und der Rauch breitete sich rasend schnell im gesamten Gebäude aus“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Im Hausflur entdeckten die Einsatzkräfte zunächst zwei Mieter. „Der Mann und die Frau schweben mit Rauchgasvergiftungen in akuter Lebensgefahr“, sagte eine Polizeisprecherin. Anschließend konnte mit Hilfe von Drehleitern ein 51 Jahre alter Mann, seine 45 Jahre alte Lebensgefährtin sowie deren siebenjährige Tochter aus dem vierten Stockwerk gerettet werden. Für einen Menschen im ersten Obergeschoss kam jede Hilfe zu spät.

Die gesamte Glasfront des Gebäudes wurde durch die Wucht der Detonation zerstört. Die Ursache für die Explosion ist noch unklar. „Sicher ist nur, dass sich ein flüchtiger Stoff entzündet hat“, sagte die Polizeisprecherin am Dienstag. Brandursachen-, Sprengstoffexperten und Fachleute des TÜV haben an der Unglücksstelle mit ihren Ermittlungen begonnen. An dem fünfstöckigen Gebäude im Stadtteil Calenberger Neustadt entstand ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro.

Die umfangreichen Rettungs- und Löscharbeiten dauerten vier Stunden lang. Gut 100 Helfer von Rettungsdienst und Feuerwehr waren im Einsatz und verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Wohnhäuser.

Das Café war bereits im November in die Schlagzeilen geraten. Damals wurde ein 22-Jähriger bei einem Streit von einem 29-Jährigen mit einem Messer tödlich verletzt. Das Opfer erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der zunächst flüchtige Täter stellte sich später der Polizei. Nach Angaben der Polizei hat dieser Fall jedoch nichts mit dem Brand zu tun.

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