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Meine Stadt „Verschmutzte Sporthallen“: Winter-Hallenrunde vor dem Aus?
Hannover Meine Stadt „Verschmutzte Sporthallen“: Winter-Hallenrunde vor dem Aus?
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00:17 13.11.2018
Kinder spielen in einer Halle Fußball. Ist das in Hannover bald nicht mehr möglich? Quelle: Priesemann
Hannover

Rund 1000 junge Fußballer aus fast allen hannoverschen Vereinen kicken in den Wintermonaten bei Hallenpokalspielen um die Wette – doch mit dem sportlichen Vergnügen der aktuellen Winter-Hallenrunde könnte es ganz schnell vorbei sein: Die Stadt hat dem Niedersächsischen Fußballverband (NFV) als Veranstalter angedroht, ihm die Benutzungsrechte für die städtischen Hallen zu entziehen. Der Grund: Immer wieder wurden die Sporthallen von den Vereinen stark verschmutzt, ja sogar beschädigt hinterlassen.

Schon mehrfach sei es in den vergangenen Jahren zu Verstößen bei der Nutzung durch die NFV-Jugendrunde gekommen. Die Spiele am vergangenen Sonntag in der Leonore-Goldschmidt-Schule, der IGS Mühlenberg und der IGS Kronsberg haben das Fass beim Fachbereich Schule aber offensichtlich zum Überlaufen gebracht. Per Brief wies die Stadt den NFV auf die „Verstöße gegen die Benutzungsbedingungen“ hin. Im Schreiben (es liegt der NP vor) werden einzelne Punkte aufgeführt: Sie reichen von harmloseren Verstößen, wie „Fußballspielen auf den Gängen der Sporthalle trotz Ermahnungen“, über Zigarettenkippen auf dem Schulhof bis hin zu einem beschädigten Notausgangsschild in den Hallen der IGS Mühlenberg. Auch von starker Verschmutzung ist die Rede: Unter anderem zehn Säcke Müll habe man in Umkleiden aufsammeln müssen, ein Außenmülleimer soll unter Massen von Kaffeebechern „nicht mehr zu erkennen“ gewesen sein.

Sollten sich die Verstöße wiederholen, droht die Stadt, die betroffenen Hallen nicht mehr für die Jugendrunde des NFV zur Verfügung zu stellen. Auch eine fristlose Kündigung bestehender terminlicher Mietverträge ziehe man in Betracht. Im Klartext: Die noch bis in den Februar anstehenden Pokalspieltage der Fünf- bis 13-Jährigen müssten abgesagt werden, sollte sich das Verhalten wiederholen. Das Schreiben sei eine letztmalige Mahnung. Keine schöne Aussicht für die 42 beteiligten Vereine: „Unverhältnismäßige Sippenhaft“, kommentiert ein Teilnehmer.

Beim Adressaten nimmt man das Schreiben dagegen „sehr ernst“, wie Katharina Uherek vom NFV betont. Und man zeigt Verständnis: „Die Stadt ist immer sehr tolerant mit uns.“ Deshalb habe man die Kritik mit einem eigenen Appell an die Vereine weitergeleitet. Diese organisieren schließlich vor Ort den Ablauf selbst und sorgen für Catering, Ordnung und auch für die Einhaltung der Hausordnung. Uherek: „Alle sind gefragt mitzuhelfen, dass wir die Hallen so hinterlassen, wie wir sie vorgefunden haben. Das hat in der Vergangenheit ja auch schon oft geklappt.“

Von der NP-Redaktion

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